Künstliche Intelligenz: Gato lernt 604 Tätigkeiten

Googles Schwesterfirma „Deepmind“ stellt einen Algorithmus vor, der ähnlich wie ein Mensch auch neue Tasks schnell lernen kann. Naht jetzt die Superintelligenz?

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Ein digitales Schweizer Messer als Symbol für eine multitaskingfähige KI

Ist das Entstehen von Intelligenz noch ein Geheimnis, das Forscherïnnen weiter beschäftigen wird? Oder hat das Feld der künstlichen Intelligenz (KI) das Rätsel schon heute gelöst, einfach durch massiven Einsatz von Rechenpower und Daten? Nando de Freitas jedenfalls glaubt, dass KI auf der Zielgeraden zur Nachahmung menschlicher Intelligenz angekommen ist. „The Game is Over“, twitterte der leitende Forscher bei Googles Schwesterfirma „Deepmind“ aus London, einem führenden Unternehmen auf dem Gebiet, im Mai 2022.

Da hatte Deepmind gerade eine neue KI namens „Gato“ vorgestellt, die bislang nicht da gewesenes leistet. Sie hat 604 verschiedene Tätigkeiten mit ein und derselben Software erlernt. Jetzt, so de Freitas, müsse man diese KI nur noch größer und effizienter machen, um das Ziel, eine menschenähnliche Intelligenz zu schaffen, zu erreichen. Der deutsche KI-Forscher Kristian Kersting von der Technischen Universität Darmstadt sieht es ähnlich und spricht mit Blick auf Gato und vergleichbaren Algorithmen von einer „Zeitenwende“ in der KI. De Freitas erntet aber auch Kritik für seine Behauptung. Die KI stehe immer noch am Anfang, meint der Kognitionsforscher Gary Marcus von der New York University. Was passiert da eigentlich gerade?

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