Das Ufo ist gelandet: Testfahrt mit einem Elektroauto, das sich was traut

Mit dem Ioniq 5 bietet Hyundai ein E-Auto an, das Strom nicht nur speichern, sondern auch abgeben kann. Ganz ohne Nachteile kommt es aber nicht aus.

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Hyundai Ioniq 5 fährt bei Sonnenuntergang über einen Feldweg

Rund 1,4 Millionen Elektroautos und Hybridfahrzeuge surren derzeit über Deutschlands Straßen – ihr Anblick dürfte wohl niemanden mehr vom Hocker reißen. Doch selbst unter E-Autos gibt es Modelle, nach denen sich die Leute noch umdrehen.

Beim Hyundai Ioniq 5 fallen neben allerlei Ecken und Kanten vor allem die pixelförmigen Vorder- und Rücklichter auf. Sie setzen sich aus leuchtenden Quadraten zusammen. „Abkehr von aktuellen Designnormen“ nennt das der Hersteller. Man könnte es aber auch als Spielerei bezeichnen. Oder als Ufo, das gerade gelandet ist.

Mit dem „Kona“ hat Hyundai bereits seit 2018 einen elektrischen SUV im Angebot, der durch eine hohe Reichweite und einen geringen Verbrauch besticht. Mit dem Ioniq 5 macht sich der südkoreanische Hersteller nun also selbst Konkurrenz.

Das neue Modell ist größer und lädt deutlich schneller als sein Vorgänger. Bei Verbrauch und Reichweite schneidet der Neuling jedoch schlechter ab.

Lohnt es sich also, auf den futuristischen Flitzer umzusteigen? Oder fährt man mit dem bewährten (und günstigeren) Kona vielleicht sogar besser?

Hyundai Ioniq 5 von hinten. Die eckigen Bremslichter leuchten. Autor Steve Przybilla guckt aus der Tür hervor.
Discokugel? Ufo? Klotz? Der Hersteller nennt das Design eine „Abkehr von aktuellen Designnormen“.
Nahaufnahme des Cockpits im Ioniq 5.
Echte Knöpfe, große Displays: Die beiden Zwölf-Zoll-Bildschirme kleben auf dem Cockpit wie ein Snowboard.
Tacho im Ioniq 5 zeigt Video des toten Winkels
Praktisch: Beim Abbiegen überträgt eine Videokamera ein Bild des toten Winkels.
Ein Fischer wischt Dreck von der Heckscheibe des Ioniq 5.
Statt eines Heck-Scheibenwischers soll ein Luftstrom für Sauberkeit sorgen. Funktioniert leider nur bedingt.
Ausgeklappte Türgriffe des Ioniq 5.
Nach dem Losfahren klappen die Türgriffe automatisch ein, um den Luftwiderstand zu minimieren.
Unter idealen Bedingungen lässt sich das Auto in 18 Minuten von null auf 80 Prozent aufladen. Es kann den Strom auch wieder abgeben, etwa für Elektrogeräte oder zur Versorgung eines Hauses.
Der Autor hockt vor dem Hyundai Ioniq 5 und hält den Autoschlüssel in der Hand.
Komm zu mir, mein Großer: Der Ioniq 5 lässt sich per Schlüssel fernsteuern. Das kann beim Einparken nützlich sein.
Der Autor macht ein Nickerchen auf dem zurückgeklappten Beifahrersitz.
Die „Relax-Sitze“ sind bequem, rechtfertigen aber kaum den hohen Aufpreis von 1100 Euro.
Ein Fußgänger huscht auf einem Parkplatz vor dem Hyundai Ioniq 5 her.
Ganz schön klotzig: Der Hyundai Ioniq 5 ist mutig designt. Mögen muss man den Look deshalb aber nicht.

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