1. RiffReporter /
  2. International /
  3. „Algerien und Marokko nähern sich an – aber nur, wenn es um die Unterdrückung der Pressefreiheit geht“

„Algerien und Marokko nähern sich an – aber nur, wenn es um die Unterdrückung der Pressefreiheit geht“

von
25.09.2020
6 Minuten
Ausschnitt aus der Karte, die das Ranking der Maghreb-Staaten von Reporter ohne Grenzen visualisiert: rot für Algerien und Marokko, orange für Tunesien

Im Maghreb mehren sich die Prozesse gegen Medienschaffende. Pressevertreterïnnen in Marokko und Algerien sind besonders oft Repressalien ausgesetzt, doch selbst in Tunesien fürchten Beobachter einen Rückgang der Pressefreiheit.

Fast ein halbes Jahr saß Khaled Drareni in Untersuchungshaft, bevor er Mitte September zu zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt wurde. Zwölf Mal wurde Omar Radi in Casablanca vor der Justiz zu stundenlangen Verhören vorgeladen, bevor er Ende Juli ebenfalls in Untersuchungshaft kam und sein Antrag auf vorübergehende Haftentlassung am 23.September zurückgewiesen wurde.

Die beiden Journalisten sind die jüngsten und prominentesten Opfer der Repression durch die algerischen beziehungsweise marokkanischen Behörden. Längst haben sich über ihre beiden Heimatländer hinaus Unterstützungskampagnen formiert, die fordern, sie freizulassen. Und sie sind bei Weitem nicht die einzigen, die im Visier der Justiz stehen.

Während zum Beispiel in Simbabwe, Kenia und Somalia vor allem die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung als Vorwand für Repressalien gegen die Presse genutzt wurden, ist es in Nordafrika meist die politische Berichterstattung, die die Behörden auf den Plan ruft.

Der Vorwurf: das Ausland wolle Algerien destabilisieren

Kostenfreien Newsletter bestellen

Sie möchten regelmäßig über neue Beiträge dieses Projektes informiert werden? Dann bestellen Sie hier unseren kostenlosen Newsletter.

Kaufen Sie diesen Artikel.
Sarah Mersch

Sarah Mersch

Sarah Mersch berichtet als freie Korrespondentin aus Tunesien. Sie ist Mitglied von Weltreporter.net.


Afrika-Reporter

Afrika ist ein vielfältiger Kontinent, der häufig pauschal dargestellt wird. Obwohl er sich rasant verändert, überwiegen oft überholte Stereotype. Wir vermitteln Ihnen ein aktuelles, alltagsnahes, differenziertes Bild.

Als freie Korrespondentinnen des Netzwerks weltreporter.net leben und arbeiten wir seit Jahrzehnten in afrikanischen Ländern. Im Online-Magazin „Afrika-​Reporter“ bündeln wir unsere langjährige Kompetenz. 

Unsere Beiträge gibt es im Einzelkauf, im Afrika-Reporter-Abo und als Teil der RiffReporter-Flatrate.

Kostenloser monatlicher Newsletter | Leseproben | Twitter | Über uns

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Sarah Mersch

c/o Weltreporter.net
Hoheluftchaussee 53a
20253 Hamburg

E-Mail: mersch@weltreporter.net

www: https://weltreporter.net/?author=87

Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Redaktion: Bettina Rühl