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Das Merkel-Lexikon: Von Veränderungen über Versprecher bis Volk

von
28.04.2019
11 Minuten
Die Hände von Kanzlerin Merkel, zur Raute geformt.

Veränderungen

Merkel wird oft vorgeworfen, die Personifzierung eines Status-Quo-Versprechens an die Deutschen zu sein – alles soll so bleiben wie es ist. Sie selbst sieht dies aber ganz anders, auch weil sie mit der DDR den Untergang eines politischen Systems erlebt hat. „Damit hat sich mein Denken über Veränderungen so geprägt, dass Veränderungen durchaus etwas Gutes sein können. Das ist durchaus auch geblieben“, sagte Merkel. Viele für andere unerwartete Änderungen empfinde sie aber gar nicht so überraschend, weil sie sich schon frühzeitig damit beschäftigt habe.[1] Noch deutlicher wurde sie im Mai 2017 mit Blick auf die Digitalisierung: „Deshalb ist wichtig, dass wir verstehen, dass Veränderung etwas Normales ist. Stillstand sei das, „wovor wir uns ängstigen müssen“.[2] Noch drastischer wurde sie einen Monat später: „Deshalb ganz wichtig, dass wir verstehen, dass Veränderung etwas Normales ist – und Stillstand etwas ist, wovor wir uns ängstigen müssen.“[3]

  • [1] Zitiert nach Torsten Körner, Matthias Schmidt, Angela Merkel – die Unerwartete, MDR und Broadview TV, 2016
  • [2] Merkel bei der Cnight der CDU, 18. Mai 2017.
  • [3] Merkel bei der C’night der CDU, 18. Mai 2017,

Verhandlungen

Eine gefürchtete Eigenschaft von Angela Merkel ist ihr Stehvermögen in Verhandlungen (s. EU). Das hat Politikerkollegen und Journalisten etliche durchwachte Nächte beschert.

Vernunft

Merkel wird mit ihrem Politikstil generell als Vertreterin eines Vernunft-Ansatzes gesehen – und schmückt sich auch damit. „Ich habe jetzt verstanden, warum Mecklenburg-Vorpommern meine politische Heimat ist: Weil es hier mit Vernunft zugeht“, scherzt sie nur halb auf dem Landesparteitag der CDU im Januar 2018 über den Slogan „Vernunft“.[1]

  • [1] Merkel in ihrer Rede auf dem Landesparteitag der CDU-Mecklenburg-Vorpommern in Rostock, 19. Januar 2019.

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Andreas Rinke

Andreas Rinke

Andreas Rinke ist seit 2011 Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Der promovierte Historiker hat zuvor als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und als Politikkorrespondent in Berlin beim Handelsblatt gearbeitet. Mit Christian Schwägerl hat er das Buch „11 drohende Kriege“ (2012, aktualisiert 2015) verfasst. Sein Buch „Das Merkel-Lexikon“ ist im Herbst 2016 beim Verlag zu Klampen erschienen. Bei RiffReporter entwickelt er das „Merkel-Lexikon“ zu einem ständig aktualisierten und erweiterten Projekt fort.


Merkel als Lexikon

Mein Name ist Andreas Rinke, ich bin Berliner Chefkorrespondent einer großen Nachrichtenagentur und berichte seit vielen Jahren über Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Union.

Mein RiffReporter-Projekt „Das Merkel-Lexikon" bietet Ihnen eine einmalige, stets aktuelle Sammlung von Fakten, Wissen und Hintergründen über Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Lexikon ist aus „Süddeutscher Zeitung" und „Tagesthemen" bekannt.

Bereits seit 2005 regiert Merkel Deutschland. Die mächtigste Frau Europas hat dabei auch die EU maßgeblich geprägt. Doch nicht immer ist es einfach, die Kanzlerin zu verstehen. Als Journalist beobachte ich Angela Merkel seit ihrem Amtsantritt. Mein Beruf als „Kanzler-Korrespondent“ bringt es mit sich, dass ich Merkel in manchen Wochen täglich erlebe, bei Presseterminen, Reisen und Gesprächen. Ich berichte aus der Nähe, aber mit kritischer Distanz und ohne eigene „Agenda". Dabei versuche ich, die langen Linien in Merkels Politik ebenso herauszuarbeiten wie kurzfristige Neuigkeiten. Meine Arbeit eröffnet mir eine Vielzahl von Eindrücken – und den Blick auf das große Ganze.

Das „Merkel-Lexikon“ ist zuerst 2016 im Verlag zu Klampen als Buch erschienen. Bei RiffReporter steht Ihnen exklusiv ein aktuelles Online-Lexikon zur Verfügung. Meine „Merkelpedia" hat mehr als 350 Stichworten – und ständig kommen neue hinzu. Meine laufenden Recherchen und aktuelle Ereignisse arbeite ich fortlaufend ein. Mit einer Einmalzahlung von 12 Euro bekommen Sie dauerhaften Zugang zum gesamten Lexikon.

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Andreas Rinke

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