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Das Merkel-Lexikon: Von Facebook über Flüchtlinge und Freunde bis Fussball

von
28.04.2019
etwa 2 Stunden
Die Hände von Kanzlerin Merkel, zur Raute geformt.

Facebook

Facebook Merkel hatte eine offizielle Facebook-Seite als CDU-Vorsitzende, die bis zum 1. Februar 2019 von mehr als 2,5 Millionen Nutzern abonniert worden war. Dies war Rekord für einen deutschen Politiker. An diesem Tag wandte sich Merkel in einem 30-Sekunden-Beitrag an ihre Follower, um die Schließung der Seite mitzuteilen – weil sie ja nun nicht mehr CDU-Vorsitzende sei. Sie bedankte sich und verwies auf die Seite der Bundesregierung auf Facebook sowie die der Bundeskanzlerin auf Instragram.

Die Seite der CDU-Vorsitzenden war garniert mit hunderten Fotos aus ihrer Arbeit sowie einigen spärliche Informationen über ihre Vorlieben (Oper). Die Seite ist aber auch ein Beispiel für Hunderte oft hasserfüllter Kommentare aus dem rechten politischen Lager, mit denen Politiker aller moderaten Parteien in Deutschland in den vergangenen Monaten überschwemmt wurden.

Am 26. September 2015 mischte sich Merkel in New York kurzerhand in die seit Monaten schwelende Debatte um Hassmails auf deutschen Facebook-Seiten ein. Als sie am Rande der UN-Vollversammlung bei einem Mittagessen den neben ihr am Tisch sitzenden Facebook-Chef Mark Zuckerberg fragte, ob er nun etwas gegen die Hassmails zu tun gedenke, war das Gespräch plötzlich über das Tischmikrofon auf einer für Journalisten offenen Leitung zu hören: „Ich denke, wir müssen daran arbeiten“, sagte Zuckerberg. Als sie nachbohrte, ob er nun wirklich etwas zu tun gedenke, antwortete er mit „Yeah“ – und war damit festgelegt.[1]

In der Debatte, ob soziale Dienste wie Facebook eigentlich Medien oder nur Plattformen sind, hat sie eine klare Meinung: „Ich persönlich denke nicht, dass die Plattformen einfach sagen können, sie seien nichts weiter als ein physikalisches Bindeglied zwischen verschiedenen Akteuren, sondern dass jeder, der so große Plattformen betreibt, auch dafür verantwortlich ist, dass darauf bestimmte Standards eingehalten werden“, sagte Merkel.[2]

  • [1] Zuckerberg gibt Merkel ein Versprechen, faz.net, 26. September 2015.
  • [2] Merkel in der Sommerpressekonferenz der Bundespressekonferenz in Berlin, 20. Juli 2018.

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Andreas Rinke

Andreas Rinke

Andreas Rinke ist seit 2011 Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Der promovierte Historiker hat zuvor als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und als Politikkorrespondent in Berlin beim Handelsblatt gearbeitet. Mit Christian Schwägerl hat er das Buch „11 drohende Kriege“ (2012, aktualisiert 2015) verfasst. Sein Buch „Das Merkel-Lexikon“ ist im Herbst 2016 beim Verlag zu Klampen erschienen. Bei RiffReporter entwickelt er das „Merkel-Lexikon“ zu einem ständig aktualisierten und erweiterten Projekt fort.


Merkel als Lexikon

Mein Name ist Andreas Rinke, ich bin Berliner Chefkorrespondent einer großen Nachrichtenagentur und berichte seit vielen Jahren über Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Union.

Mein RiffReporter-Projekt „Das Merkel-Lexikon" bietet Ihnen eine einmalige, stets aktuelle Sammlung von Fakten, Wissen und Hintergründen über Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Lexikon ist aus „Süddeutscher Zeitung" und „Tagesthemen" bekannt.

Bereits seit 2005 regiert Merkel Deutschland. Die mächtigste Frau Europas hat dabei auch die EU maßgeblich geprägt. Doch nicht immer ist es einfach, die Kanzlerin zu verstehen. Als Journalist beobachte ich Angela Merkel seit ihrem Amtsantritt. Mein Beruf als „Kanzler-Korrespondent“ bringt es mit sich, dass ich Merkel in manchen Wochen täglich erlebe, bei Presseterminen, Reisen und Gesprächen. Ich berichte aus der Nähe, aber mit kritischer Distanz und ohne eigene „Agenda". Dabei versuche ich, die langen Linien in Merkels Politik ebenso herauszuarbeiten wie kurzfristige Neuigkeiten. Meine Arbeit eröffnet mir eine Vielzahl von Eindrücken – und den Blick auf das große Ganze.

Das „Merkel-Lexikon“ ist zuerst 2016 im Verlag zu Klampen als Buch erschienen. Bei RiffReporter steht Ihnen exklusiv ein aktuelles Online-Lexikon zur Verfügung. Meine „Merkelpedia" hat mehr als 350 Stichworten – und ständig kommen neue hinzu. Meine laufenden Recherchen und aktuelle Ereignisse arbeite ich fortlaufend ein. Mit einer Einmalzahlung von 12 Euro bekommen Sie dauerhaften Zugang zum gesamten Lexikon.

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Andreas Rinke

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