Journalismus in die Bibliothek!

Gemeinsam für verläßliche Informationen, Medienkompetenz und einen lebendigen öffentlichen Raum. Unser Angebot im Überblick.

Christian Schwägerl RiffReporter Steve Przybilla als Journalist-vor-Ort in der Amerika-Gedenkbibliothek Berlin.

Bibliotheken und Journalismus sind auf der Suche nach neuen Modellen und Wegen, für die Gesellschaft verläßliches Wissen zu bieten, den kompetenten Umgang mit Medien zu stärken und einen lebendigen öffentlichen Raum zu schaffen. Dabei können wir zusammenarbeiten.

Unsere Angebote im Überblick

  • Flatrate: Geben Sie allen Ihren NutzerInnen Zugang zum Journalismus unserer vielfachen preisgekrönten JournalistInnen. Hier unverbindliches Angebot anfordern.
  • Vorträge unserer 90 JournalistInnen zu Themen und Recherchen aus Umwelt, Wissenschaft, Medizin, Kultur, Digitalisierung und Gesellschaft oder zu Medienkompetenz
  • Workshops und niedrigschwellige Angebote zu journalistischen Arbeitsweisen wie Recherche, Faktenprüfung und zu Problemen wie Fake News, auch im Rahmen der Jugend- oder Seniorenbildung
  • Journalist-vor-Ort: Ein Journalist verlegt für bis zu 6 Tage seinen Schreibtisch in Ihre Bibliothek, steht für Gespräche mit NutzerInnen zur Verfügung und bietet gemeinsam entwickelte Formate an
  • Presseclub: Gerne organisieren wir mit Ihnen Veranstaltungsreihen mit unseren AutorInnen und ausgewählten Experten. Im Vordergrund stehen Publikum und Interaktion.

Wir entwickeln gerne mit Ihnen Formate und Projekte. Der Arbeitsaufwand von JournalistInnen und Journalisten und das Projektmanagement der RiffReporter eG werden bei diesen Kooperationen moderat honoriert. Dies kann auch durch eine gemeinnützige Stiftung oder mit Mitteln aus gemeinsamen Förderanträgen geschehen.

Ihr Ansprechpartner

Christian Schwägerl, Vorstand RiffReporter eG

christian.schwaegerl@riffreporter.de, 0172-5750719


Hintergrund

Auf den ersten Blick leben Bibliothekare und Journalisten in unterschiedlichen Welten. Die einen arbeiten mit langem Atem und bieten der Öffentlichkeit die ganze Fülle von Medien, auch aus längst vergangenen Jahrzehnten. Die anderen sind stets auf der Suche nach der neuesten Information, der wichtigsten Schlagzeile. Für sie ist, wie es im Sprichwort heißt, „nichts so alt wie die Zeitung von gestern“.

„Die Bibliothek ist mein Ort, weil…“ Diese Antworten gaben Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer während der Public! 2019 an der Münchner Stadtbibliothek.
„Die Bibliothek ist mein Ort, weil…“ Diese Antworten gaben Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer während der Public! 2019 an der Münchner Stadtbibliothek.
Christian Schwägerl

Doch schaut man genauer hin, treten wichtige Gemeinsamkeiten zutage: Bibliothekarinnen wie Journalistinnen verfolgen die Aufgabe, die Wirklichkeit in ihrer ganzen Vielfalt an Phänomen und Perspektiven medial abzubilden. Beide arbeiten daran, den öffentlichen Raum zu gestalten und die Gesellschaft mit verlässlichen Informationen zu versorgen. Beide Berufsgruppen üben sich in der Kunst der Recherche und wollen Wissen so präsentieren, dass es für Menschen mit unterschiedlichen Bildungs- und Kulturhintergründen zugänglich wird.

Beiden, Bibliotheken wie Journalisten, wird im Zeitalter der Digitalisierung immer wieder dieselbe Frage gestellt: Braucht es Euch überhaupt noch? Bibliotheken wie Journalismus entwickeln beide eine Zukunft jenseits eingefahrener Sender-Empfänger-Modelle – das zeigen Projekte zum „Dritten Ort“ und zum „Community Building“.

Wir RiffReporter glauben, dass in der Zusammenarbeit von Bibliotheken und Qualitätsjournalismus viele Chancen stecken, die es zu erkunden gilt. Vor dem Hintergrund beunruhigender gesellschaftlicher Trends wie der politischen Polarisierung und der gewachsenen Rolle rein interessengetriebener Informationsstrategien (Stichwort „post-faktisch“) kommt solchen Allianzen eine sehr grundlegende Bedeutung zu. Wir finden deshalb: Bibliotheken und RiffReporter passen hervorragend zusammen!

Im Juli 2018 war die Wissenschaftsjournalistin Anja Krieger Journalistin-vor-Ort in der Stadtbibliothek Berlin. Sie bot dort Presseschauen, Diskussionsrunden und einen Faktenprüfungs-Workshop an, bei dem der Wikipedia-Eintrag zum Thema Meeresplastik überprüft und verbessert wurde.
Im Juli 2018 war die Wissenschaftsjournalistin Anja Krieger Journalistin-vor-Ort in der Stadtbibliothek Berlin. Sie bot dort Presseschauen, Diskussionsrunden und einen Faktenprüfungs-Workshop an, bei dem der Wikipedia-Eintrag zum Thema Meeresplastik überprüft und verbessert wurde.
Christian Schwägerl

Erfahrung und Referenzen

Die Journalismus-Genossenschaft RiffReporter und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) haben im Jahr 2017 damit begonnen, Gemeinsamkeiten und die Möglichkeiten einer für beide Seiten bereichernden Kooperation auszuloten. Seitdem haben zwei „Journalist-vor-Ort"-Projekte stattgefunden, es gibt einen monatlichen „Presseclub für alle“ und eine regelmäßige Schreibwerkstatt.

Mit den Bücherhallen Hamburg kooperieren wir seit Anfang 2019. Im März war unser Mitglied Katharina Jakob Journalistin-vor-Ort in den Bücherhallen – die Resonanz war groß.

Unser Konzept und unser Angebot konnten wir auf Einladung der Organisatoren bei der Public! 2019 an der Münchner Stadtbibliothek und bei einem Panel auf dem Bibliothekskongress in Leipzig vorstellen.

Vorstand und Autoren haben auf der Leipziger Buchmesse beim Format „WerkstattPlus“ des Dachverbands Bibliothek & Information Deutschland (BID) in Form von Schüler-Workshops und Sofatalks mitgewirkt.

Unser Arbeit und unsere Angebote waren im Januar 2019 und im April 2019 Thema im Magazin „BuB Forum Bibliothek und Information“.

Auf der Leipziger Buchmesse wirkten die RiffReporter bei der WerkstattPlus von Bibliothek & Information Deutschland mit. Vorstand Tanja Krämer (3.v.l.) entwickelte mit Jugendlichen von Gymnasien aus Dresden und Spremberg Konzepte für Interviews, die dann auf einem Blauen Sofa stattfanden.
Auf der Leipziger Buchmesse wirkten die RiffReporter bei der WerkstattPlus von Bibliothek & Information Deutschland mit. Vorstand Tanja Krämer (3.v.l.) entwickelte mit Jugendlichen von Gymnasien aus Dresden und Spremberg Konzepte für Interviews, die dann auf einem Blauen Sofa stattfanden.
Christian Schwägerl

Über RiffReporter

Bei der Anfang 2017 gegründeten Genossenschaft RiffReporter sind inzwischen rund 90 Journalistinnen und Journalisten aktiv, die in ganz Deutschland, in Österreich und der Schweiz leben. Auch auf Island, in Großbritannien, in Australien und in Peru gibt es bereits deutschsprachige Mitglieder. Unsere Mitglieder sind hauptberuflich für große Medien wie zum Beispiel GEO, FAZ, SZ, ZEIT, WDR, Spektrum, Bild der Wissenschaft, Deutschlandfunk, Österreichischer Rundfunk und Schweizer Radio tätig.

Die 90 Journalistinnen und Journalisten teilen sich auf www.riffreporter.de eine gemeinsame Publikationsplattform, auf der sie eigene, besondere Projekte mit Mehrwert verwirklichen und anbieten. Unsere Mitglieder sind Expertinnen und Experten in vielen wichtigen Themengebieten. Sie haben zusammengenommen mehr als fünfzig Bücher verfasst und sind vielfach als Vortragende, Redner und Dozenten aktiv.

Für Institutionen bietet die Genossenschaft Flatrates an. Das nutzen bereits Bibliotheken wie die Bücherhallen Hamburg und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Für Institutionen bietet die Genossenschaft Flatrates an. Das nutzen bereits Bibliotheken wie die Bücherhallen Hamburg und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Christian Schwägerl

RiffReporter bietet die Möglichkeit, journalistische Projekte zu gründen, bezahlpflichtig dem Publikum anzubieten, Nutzungsrechte zum Beispiel an Verlage zu verkaufen und Live-Formate wie zum Beispiel Vorträge anzubieten.

Unsere Genossenschaft wurde als Medieninnovation mit dem Vocer-Netzwende-Preis von ZEIT-, Augstein- und Schwingenstein-Stiftung ausgezeichnet, mit dem Titel „Wissenschaftsjournalisten des Jahres" vom Medium Magazin und mit einem Grimme Online Award 2018.

Melden Sie sich einfach bei uns: info@riffreporter.de

Sie kommen nicht aus einer Bibliothek – sondern zum Beispiel von einer Volkshochschule, einer Schule, einem Verein oder einem Bildungsanbieter und würden gerne mit uns kooperieren? Dann melden Sie sich auch gerne bei uns. Wir sind an neuen Kooperationen interessiert,