Der Sternenhimmel im Mai 2021

Turbulente Sternentstehung im Carina-Nebel

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Dieses Detail im Carina-Nebel, zu finden im Sternbild Schiffskiel am Südhimmel, ist durch Sternwinde skulpturenartig geformt.

Der Stoff, aus dem sich Sterne bilden, sind Gas und Staub. Das Hauptelement ist auch im heutigen Universum Wasserstoff. In einigen Himmelsgegenden wird er – wenn ausreichend verdichtet und der Strahlung heller, heißer Sternen ausgesetzt – als rötlich leuchtender Emissionsnebel sichtbar. So zum Beispiel im Orionnebel oder dem weniger bekannten, aber nicht weniger schmucken Nebel Sharpless 296–2, in Form eine Möwe. Das Urelement hat sich wenige Minuten nach dem Urknall gebildet, und mit ihm etwa 25 Prozent Helium und Spuren von Lithium. Alle übrigen Elemente, die wir heute im Universum kennen, sind erst durch Kernfusionsprozesse in den Sternen selbst oder in Supernova-Explosionen oder Kollisionen von Neutronensternen entstanden. Bei ihrem Tod geben Sterne dieses prozessierte Material wieder ins Weltall ab. Dort findet es sich erneut zu Sternentstehungsgebieten zusammen.

Diese Aufnahme des Hubble Space Telescope zeigt den Carina-Nebel NGC 3372, der von den Winden extrem massereicher Sterne skulpturenartig ausgehöhlt ist und in unterschiedlichen Farbtönen von orange bis bau leuchtet.
Im Carina-Nebel NGC 3372 enstanden vor 300 Millionen Jahren extrem massereiche Sterne. Mit ihren Sternwinden haben sie das Material in der Umgebung skulptuenrartig geformt.
Himmelskarte mit Sternpositionen für Anfang Mai 2021 gegen 22:30 Uhr MESZ über Frankfurt am Mai.
Der Sternenhimmel Anfang Mai 2021 gegen 22:30 Uhr MESZ über Frankfurt am Main.

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