Kennst du deine Rechte als Patient*in?

Was dir zusteht bei medizinischen Behandlungen

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Bild von Schilfpflanzen

Stell dir mal folgende Situation vor: Du sollst operiert werden und wirst deshalb stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Am Tag der Operation kommt ein Krankenpfleger zu dir und teilt dir mit, dass die Narkoseärztin krank geworden ist. Leider schafft es die Vertretung nicht, alle Patient*innen, die heute operiert werden, in einem persönlichen Gespräch aufzuklären. Er legt dir ein Informationsblatt vor und bittet dich, es durchzulesen und zu unterschreiben. Du fragst dich, was deine Unterschrift bedeutet. Bestätigst du damit lediglich, alles verstanden zu haben oder willigst du zugleich in die Operation ein – trotz der beschriebenen Risiken, die dir Angst machen? Was kannst du tun, falls du jetzt noch Fragen hast? Und überhaupt: Darfst du eigentlich operiert werden ohne persönliches Aufklärungsgespräch?

Ein anderes Beispiel: Deine Mutter berichtet dir, dass sie nach der Hüftoperation wieder Schmerzen hat. Sie war beim Orthopäden, aber der hat das Röntgenbild angeschaut, nichts gesehen und sie mit einem Rezept für ein Schmerzmittel wieder nach Hause geschickt. Übers Wochenende werden die Schmerzen allerdings so schlimm, dass du deine Mutter in die Notaufnahme fahren musst. Dort wird nochmal geröntgt und die diensthabende Ärztin stellt fest, dass sich der Kopf der Hüftprothese gelockert hat. Das hat der Orthopäde deiner Mutter wohl übersehen. Die Hüfte muss jetzt zeitnah operiert werden. Du fragst dich, ob der Orthopäde einen Behandlungsfehler gemacht hat und welche Rechte deine Mutter hat, falls das zutrifft.

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