Riskante Krebstherapie? US-Behörde untersucht Sicherheitsrisiken bei Empfängern von CAR-T-Zellen

Für manche Patienten mit unheilbarem Blutkrebs bedeutet die CAR-T-Zelltherapie die Rettung: Je nach Krebsart bildet sich der Tumor bei jedem Zweiten vollständig zurück. In seltenen Fällen kann die Therapie aber auch zu einer neuen Krebserkrankung führen.

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Das Bild zeigt eine mikroskopische Aufnahmen einer T-Zelle, blau angefärbt.

Der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel und Arzneimittelsicherheit (FDA) liegen 20 Berichte über schwerwiegende Nebenwirkungen der so genannten CAR-T-Zell-Therapie vor. Diese Immuntherapie wird seit rund zehn Jahren sehr erfolgreich zur Behandlung bestimmter Formen von Blutkrebs eingesetzt.

Bei einigen Patientinnen und Patienten, die eine solche CAR-T-Zell-Therapie erhalten hatten, trat – vermutlich als Folge der Behandlung – eine andere bösartige Krebserkrankung auf. Die FDA will die Vorfälle nun intensiv untersuchen. Das Problem war bei sechs verschiedenen auf dem Markt befindlichen Produkten aufgetreten. In jedem Fall würde der Nutzen der Therapie für die schwerkranken PatientInnen das Risiko immer noch bei weitem überwiegen. Dennoch müsse nun genau untersucht werden, wie es zu den bösartigen T-Zell-Erkrankungen kommen konnte, so die FDA.

Teil 3 der Artikelserie „Der Tod der Tumorzelle“

Teil 1: Die tagtägliche Tumorüberwachung durch das Immunsystem

Teil 2: Geschichte der Krebsmedizin: Zurück in die Zukunft der Immuntherapie?

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