Risiken und Nebenwirkung nach Corona-Impfung – so funktioniert die Überwachung der Impfstoffe

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind neue seltene Nebenwirkungen bekannt geworden. Warum das keine Überraschung ist.

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Eine Hand mit blauem Gummihandschuh wischt mit einem Wattetupfer über den Oberarm eine Frau. Die andere Hand hält eine Spritze.

Die Corona-Pandemie hat vieles zutage gebracht: Impfstoffe einer ganz neuen Generation. Und Skepsis einer bislang unbekannten Dimension. Wenn drei eher kleine Biotech-Start-ups Impfstoffe in weniger als einem Jahr entwickeln, sind diese dann wirklich sicher?

Viele Mythen haben sich in den letzten 18 Monaten um die Impfungen entwickelt. Etwa die Behauptung, dass die mRNA-Impfstoffe unfruchtbar machten oder dass sie ihre RNA ins Erbgut des Menschen einbauten. Beides ist falsch. Doch die neuen Impfstoffe haben unerwünschte Nebenwirkungen, die die Hersteller aus den klinischen Studien nicht kannten. So können sie in seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen auslösen. Für Besorgnis haben zudem die sehr seltenen Sinusvenenthrombosen durch die Vektor-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson gesorgt.

All das ist erst nach der Zulassung herausgekommen. Warum nicht schon früher? Wie lassen sich solche Nebenwirkungen rechtzeitig erkennen? Wie funktioniert eigentlich die Überwachung der Impfstoffe?

Klinische Studien decken häufige Nebenwirkungen auf

Tatsächlich unterliegen Impfstoffe sehr genauen Prüfungen – die Anforderungen an ihre Sicherheit sind höher als bei Medikamenten gegen Krankheiten, denn in ihrem Fall gehen die Gesundheitsbehörden Kompromisse ein: je schwerer und tödlicher eine Krankheit, umso mehr Nebenwirkungen sind sie bereit in Kauf zunehmen. Letztlich aber muss immer der Nutzen einer Arznei die Nebenwirkungen deutlich überwiegen.

Demonstranten in Berlin halten ein Banner mit der Aufschrift „Coronawahnsinn“. Dahinter weitere mit Schildern und Deutschlandfahnen.
Die Corona-Impfungen haben zum Teil heftigen Widerstand und Demonstrationen hervorgerufen. [Symbolbild]

Nach weltweit Milliarden von Impfungen gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass noch neue Risikosignale zu erwarten sind.

Aus einer Nachricht des Paul-Ehrlich-Instituts.

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