WTO-Abkommen: „Das ist ein Wendepunkt im Kampf gegen die Überfischung“

Über 20 Jahre lang hat die Welthandelsorganisation (WTO) um ein Abkommen zur Reduktion schädlicher Fischereisubventionen gerungen. Nach der verlängerten Konferenz in Genf konnte sie nun einen Erfolg verkünden. Die Bewertungen fallen allerdings unterschiedlich aus.

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Ein Plastikkasten mit vielen gefangenen Dorschen

Es wurde bereits wieder hell am Freitagmorgen, als die Generaldirektorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, ihren Erfolg verkünden konnte: Die 164 Mitgliedsstaaten hatten sich – unter anderem – auf ein Abkommen zum Abbau schädlicher Fischereisubventionen geeinigt. Auch wenn man sich nicht auf das volle Paket habe verständigen können, so sei das Ergebnis doch besser als all das fruchtlose Verhandeln in den Jahren zuvor, sagte die Generaldirektorin und spielte damit auf die über 20 Jahre währenden Bemühungen um ein solches Abkommen an.

Denn das Problem ist seit langem bekannt: Staatlich subventionierte Flotten legen teils riesige Strecken zurück, um ohnehin überfischte oder kaum gemanagte Bestände weiter zu dezimieren. Auf lange Sicht, das war auch den WTO-Mitgliedern klar, riskiert man, dass an vielen Küsten die Versorgung der Menschen mit Proteinen aus dem Meer gefährdet ist. Das Abkommen sollte hier Abhilfe schaffen

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