DAX-Unternehmen: Potenziale der Digitalisierung für Nachhaltigkeit bleiben ungenutzt

Große Unternehmen verbinden ihre Digitalisierungsstrategie mit Nachhaltigkeitszielen erst ansatzweise, stellt IASS-Forscherin Silke Niehoff fest.

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Silke Niehoff hat am IASS die Digitalisierungsstrategie mit Blick auf die Nachhaltigkeitsziele von 20 DAX-Unternehmen untersucht.

Silke Niehoff, Forscherin am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, untersuchte die Nachhaltigkeitsberichte von 20 DAX-Unternehmen. Christiane Schulzki-Haddouti sprach mit ihr darüber, welche Rolle Umweltkriterien bei Digitalisierungsprozessen in Unternehmen wie der Deutschen Telekom, Henkel und Siemens heute spielen.

Christiane Schulzki-Haddouti: Digitalisierung und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?

Silke Niehoff: Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen unbedingt zueinander finden. Ansonsten wirkt Digitalisierung, wie schon der WBGU in seinem Bericht zur „gemeinsamen digitalen Zukunft“ festgestellt hat, als Brandbeschleuniger für ein Wachstum, das nicht nachhaltig ist und so die ökologischen Krisen unserer Zeit weiter verschärft. Die Frage ist also mehr, unter welchen Rahmenbedingungen Digitalisierung nachhaltig gestaltet werden kann und wie an bestimmten Stellen umgesteuert werden sollte.

Schulzki-Haddouti: Gibt es bereits Unternehmen, die Nachhaltigkeitsziele mit Digitalisierungsmaßnahmen angehen?

Die Tabelle zeigt, wie eine starke oder sehr starke Nachhaltigkeitsweltsicht nach dem Verständnis von Silke Niehoff mit Bezug auf Digitalisierung charakterisiert sind.
Die Tabelle zeigt, wie eine starke oder sehr starke Nachhaltigkeitsweltsicht nach dem Verständnis von Silke Niehoff mit Bezug auf Digitalisierung charakterisiert sind.

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