Bundesregierung bringt Insektenschutzgesetz auf den Weg

In letzter Minute einigen sich Umweltministerin Schulze und Agrarministerin Klöckner auf einen Kompromiss. Neue Regeln für Glyphosat, Schutzgebiete und Lichtverschmutzung.

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Das Bild zeigt in Großaufnahme einen Apollofalter, im Hintergrund Himmel. Der Falter ist weiß mit wenigen schwarzen und zwei auffälligen roten Kreisen auf den Flügeln.

Nach monatelangem Ringen hat die Bundesregierung am Mittwoch per Kabinettsbeschluss doch noch ein Insektenschutzgesetz auf den Weg gebracht. Damit wenden Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und ihre für Landwirtschaft zuständige Kollegin Julia Klöckner (CDU) in allerletzter Minute ein Scheitern des umweltpolitischen Prestigeobjekts der Koalition ab. Im Zuge zäher Verhandlungen erreichte Klöckner aus Sicht des Naturschutzes bittere Zugeständnisse zugunsten der Landwirtschaft. Schulze kann sich zugute halten, dass mit dem Thema Lichtverschmutzung erstmals ein relevantes Problem für Insekten per Gesetz angegangen wird.

Umweltministerin Schulze steht vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Sie hält das Bild einer Biene hoch. Im Hintergrund sind Demonstrantïnnen zu sehen, die für mehr Insektenschutz eintreten.
Unter Druck: Bundesumweltministerin Schulze – hier bei einem Protest von Umweltschützerïnnen im Dezember 2020 – möchte strenge Regeln für den Insektenschutz, trifft aber auch auf Widerstand in den eigenen Reihen.
Das Bild zeigt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bei einer Rede
Wird Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sich beim Ringen um das Insektenschutzgesetz durchsetzen?

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