Umweltverbände zum Taxonomie-Leak: „Das wäre ein verheerender Rückschritt“

Künftig könnten Investitionen in Erdgas und Atomenergie als „grün“ klassifiziert werden. In Brüssel kursiert ein entsprechendes „Non-Paper“ als Gesetzentwurf zum nachhaltigen Finanzwesen der geplanten EU-Taxonomie. Umweltverbände befürchten Greenwashing per Gesetz

von Daniela Becker
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Mehrere Erdgas-Pipelines, die nebeneinander liegen. Die Sonne scheint.

Die Europäische Kommission arbeitet an einem Kennzeichnungssystem für ein nachhaltiges Finanzwesen. Die geplante EU-Taxonomie soll helfen, dass Anleger zwischen nachhaltigen und nicht-nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten unterscheiden können. So will sie dafür sorgen, dass in der Europäischen Union nach und nach mehr Geld in nachhaltige Tätigkeiten und Infrastruktur fließt.

Nun wurde ein Gesetzesvorschlag geleakt, der Umwelt- und Klimaverbände alarmiert. Das Papier zielt darauf ab, sowohl die Kernenergie als auch das Erdgas in die grüne Finanztaxonomie der EU aufzunehmen.

„Würde der Inhalt umgesetzt, wird die EU-Taxonomie von einem Gold-Standard, um Greenwashing zu verhindern, zu einem Instrument, das Greenwashing ermöglicht“, sagt Sebastian Godinot, Ökonom beim WWF.

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