Lemke plant Rekord-Investitionen für den Naturschutz

Grüne Umweltministerin will Milliarden für Renaturierung von Wäldern und Mooren ausgeben. Der Windkraft-Ausbau soll durch Hunderte Millionen Euro für Artenhilfsprogramme abgefedert werden

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Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, spricht im Bundestag zu den Abgeordneten.

Moore, Wälder und Flüsse sollen natürlicher, die negativen Folgen der Windenergie für Vögel und Fledermäuse abgefedert werden: Die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke plant ein Rekord-Investitionsprogramm für mehr Naturschutz in Deutschland und international.

Nach Informationen von RiffReporter will die Grünen-Politikerin bei den bevorstehenden Haushaltsverhandlungen durchsetzen, dass Milliarden für den Naturschutz reserviert werden. Allein für den Schutz und die Renaturierung von Mooren, Wäldern und anderen Lebensräumen innerhalb Deutschlands sollen in jedem Jahr deutlich mehr als zwei Milliarden Euro im Bundeshaushalt bereitgestellt werden.

Zur Abfederung der Folgen des bevorstehenden massiven Ausbaus der Windenergie auf Vögel und Fledermäuse sind darüberhinaus für die kommenden vier Jahre Artenhilfsprogramme im Volumen von rund einer Milliarde Euro geplant. An deren Kosten soll sich auch die Windenergie-Branche beteiligen. Auch weitere Programme im Bereich Naturschutz sollen mit mehr Geld ausgestattet werden als bislang. Die Mittel für den internationalen Klima- und Biodiversitätsschutz will die Grünen-Politikerin mindestens verdoppeln.

Ein Drohnenfoto einer Wald-Moorlandschaft
Die Wiedervernässung von Niedermooren ist ein wichtiger Beitrag sowohl für den Natur- wie für den Klimaschutz.
Ein Schreiadler fliegt durch ein Meer von Windkraftanlagen.
Um den Konflikt zwischen dem Ausbau der Windkraft und dem Schutz seltener Arten wie dem Schreiadler ökologisch abzufedern, plant Bundesumweltministerin Steffi Lemke Artenhilfsprogramme im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro.

Diese Recherche wurde von der Hering-Stiftung Natur und Mensch gefördert.

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