Nach der Giftkatastrophe – Wissenschaftler fordern: Oder umfassend renaturieren und Ausbau stoppen

Führende Gewässerexperten warnen in RiffReporter-Interviews vor weiterem Ausbau des deutsch-polnischen Grenzflusses zur Wasserstraße und sprechen sich für besseren Schutz des Ökosystems aus

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Oderaue bei Sonnenuntergang und mit Regenbogen

Porträtfoto Christian Wolter
Christian Wolter ist Forschungsgruppenleiter für Fließgewässerrevitalisierung am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Renaturierung von Fließgewässern. Das Ökosystem der Oder erforscht er seit fast 30 Jahren.
Porträtfoto Klement Tockner
Der Gewässerökologe Klement Tockner ist seit 2021 Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Er plädiert für eine ambitionierte Renaturierung nach der Katastrophe auf der Oder.
Drohnenfoto eines überschwemmten Polders
Intakte Auen- und Polder sind Überlebensräume für Fische und viele andere Tiere. Blick in den Anklamer Stadtbruch am Oderhaff
Der Fluss Oder verläuft von Tschechien über Polen entlang der deutsch-polnischen Grenze via Stettin in die Ostsee. Die Landkarte stellt wichtige Daten dar, erste Meldung von Fischsterben am 26.7. im Oberlauf, Einleitung von Salzwasser Ende Juli, erste auffällige Messwerte auf deutscher Seite am 7.8.22
Wichtigste Orte und Ereignisse beim Fischsterben an der Oder
Altarm in der Oderaue
Auen sind nicht nur schön, sie erfüllen auch zahlreiche ökologische Funktionen: Hochwasserrückhalt, Fischlaichgebiet und Vogelniststätte

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