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Die Rückkehr des Bartgeiers

Europas größter Greifvogel soll in den bayerischen Alpen wieder heimisch werden

10.06.2020
8 Minuten
Ein Bartgeier fliegt dicht über dem Fotografen

Nach Wolf und Luchs soll eine weitere einst vom Menschen ausgerottete Tierart hierzulande eine neue Chance erhalten: der Bartgeier, Europas größter Greifvogel. Vor mehr als 100 Jahren wurde der als „Lämmergeier“ und Kinderräuber diskreditierte Greifvogel in den Alpen komplett ausgerottet. Seit 30 Jahren arbeiten Geierschützer in Spanien, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz erfolgreich am Comeback der Art – mit Wiederansiedlungsprojekten in mehreren Teilen des Alpenbogens. Im Sommer kommenden Jahres will auch der bayerische Landesbund für Vogelschutz im Nationalpark Berchtesgaden ein Auswilderungsprogramm starten.

Verläuft es erfolgreich, wird Bayern eine wichtige Rolle als Brückenkopf zukommen, von dem aus die Geier ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet bis hin nach Zentralasien zurückerobern könnten – so jedenfalls die Hoffnung der Vogelschützer. Die Voraussetzungen dafür stehen nicht schlecht. Eine Machbarkeitsstudie gibt grünes Licht für das Projekt „Lückenschluss“.

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Bald mit etwas Glück auch wieder ein Anblick in den deutschen Alpen. Ein Bartgeier patrouilliert entlang einer Felswand
In Frankreich, Österreich und der Schweiz wieder heimisch, soll der Bartgeier nun auch auch am Himmel über den deutschen Alpen wieder ein vertrauter Anblick werden. Der LBV will ihn ab kommendem Jahr durch Auswilderungen wiederansiedeln.
Ein. junger Bartgeier, erkenntlich an seiner noch dunklen Färbung, mit Namen Rocco fliegend im blauen Himmel.
Bartgeier „Rocco“ bei einem seiner ersten Ausflüge. Er wurde im Rahmen des französischen Wiederansiedlungsprogramms 2007 in den französischen Alpen ausgewildert. Ab kommenden Jahr will der LBV Bartgeier auch wieder in den deutschen Alpen durch Auswilderung wiederansiedeln.

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Ein Schmutzgeier sitzt in einem Baum
Neben dem Bartgeier leben drei weitere Geierarten in Europa. Der Schmutzgeier ist der kleinste von ihnen und zugleich der einzige Langstreckenzieher.
Ein Gänsegeier streitet sich mit einem Mönchsgeier um einen Kadaver.
Anders als Bartgeier waren Gänsegeier und Mönchsgeier (links) nie Brutvögel in Deutschland. Vor allem Gänsegeier können aber regelmäßig auch in den deutschen Alpen gesehen werden. Sie stammen meist aus französischen Brutgebieten.
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Thomas Krumenacker

Thomas Krumenacker

Thomas Krumenacker ist Journalist und Naturfotograf in Berlin. Neben den RiffReportern schreibt er für überregionale Zeitungen und Fachjournale über Wissenschaftsthemen.


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