Umweltverbände warnen: Viele geplante Öko-Regeln in der Landwirtschaft taugen nichts

Die EU-Agrarreform soll mit 50 Milliarden Euro Vögel und Insekten in die Landschaft zurückbringen. Doch Naturschützer fordern Kommissionspräsidentin von der Leyen zum Eingreifen auf.

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Ein Blühsttreifen inmitten der intensiven Agrarlandschaft.

Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) droht in den kommenden Jahren noch schlechter für Klima und Naturschutz zu werden als von Vielen ohnehin befürchtet. Das ist das Ergebnis einer Analyse der von den EU-Staaten geplanten Ökoregelungen innerhalb der reformierten GAP durch mehrere Umweltverbände.

Demnach ist nicht einmal jede fünfte der besonders finanziell geförderten Maßnahmen für mehr Klima-, Natur- und Tierschutz auch wirksam. Die Verbände fordern die EU-Kommission auf, auf Nachbesserungen zu bestehen. Noch könne mit der Reform ein großer Schritt vorwärts gelingen. Für Deutschland ergibt sich ein etwas positiveres Bild.

Eine Brache mit einem Wald im Hintergrund
Im EU-Jargon „unproduktive Flächen“, im wahren Leben Hotspots der Artenvielfalt: Der Erhalt und die Schaffung von Brachflächen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen zur Wiederbelebung der Agrarlandschaft
Eine ausgeräumte Agrarlandschaft mit endlosem Acker und Windrädern im Hintergrund.
Die europäische Agrarlandschaft gleicht häufig einer Agrarwüste, wie hier in der brandenburgischen Uckermark.
Ein Traktor versprüht Chemikalien
Manche Ökoregeln wollen sogar den Einsatz von Agrarchemikalien mit Extra-Geld fördern.
Ein singendes Braunkehlchen
Bringt die GAP-Reform das vom Aussterben bedrohte Braunkehlchen zurück in die Agrarlandschaft?

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Lektorat: Christian Schwägerl