Zug um Zug zur Energiewende: Können Bahngleise Strom produzieren?

Ein britisches Unternehmen will Photovoltaik-Module zwischen Bahngleisen installieren, um Strom zu erzeugen. Die Idee klingt genial – aber funktioniert sie auch?

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Ein ICE fährt über Gleise mit Solarmodulen

Dichte Tannenwälder, wabernder Nebel, eine einsame Landstraße. Im Süden von Sachsen, kurz vor der tschechischen Grenze, liegt ein Bahnhof, der die Energiewende vorantreiben könnte.

Wo genau er sich befindet, darf in diesem Artikel nicht verraten werden.

Das Unternehmen, das hier seine Erfindung testet, spricht nur dann mit Medienvertretern, wenn man vorher eine Verschwiegenheitserklärung unterschreibt – eine von vielen Merkwürdigkeiten bei dieser Recherche.

Für Reisende ist der kleine Bahnhof schon lange stillgelegt. Die Gebäude sehen verlassen aus, nebenan gräbt ein Bauarbeiter-Trupp die Erde auf.

Erst auf den zweiten Blick offenbart sich die Besonderheit: Zwischen den Schienen liegen Photovoltaik-Module.

Zwischen Schienen sind Solarmodule installiert
In Sachsen testet die Firma Bankset ihre Photovoltaik-Module zwischen den Gleisen
Eine Absperrmarkierung steht vor einem Radweg
Gesperrter Solar-Radweg in Erftstadt im Jahr 2019: Viele Ideen waren im Realbetrieb nicht machbar
Eine kleine Fabrikhalle
Firmensitz von Solar Roadways in Sandpoint, Idaho: Der versprochene „Solar-Highway“ existiert bis heute nicht.
Blick auf den Freiburger Hauptbahnhof, in dem mehrere Züge halten
Freiburger Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn kämpft mit Verspätung und überfüllten Trassen.

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