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Das sind die fünf größten Überraschungen nach den Wahlen in Chile

Frauen, Indigene und Aktivistïnnen werden die neue Verfassung schreiben

22.05.2021
11 Minuten
Jemand wirft seinen Stimmzettel in eine Wahlurne.

Die Chilenïnnen haben eine der wichtigsten Wahlen der jüngeren Geschichte ihres Landes hinter sich: Am 15. und 16. Mai wählten sie die 155 Mitglieder der Versammlung, die eine neue Verfassung ausarbeiten wird. Vieles kam anders als Analystïnnen vorhergesagt hatten. Das sind die fünf größten Überraschungen.

1) Vom Pikachu-Kostüm in die Politik

Als Tía Pikachu" (Tante Pikachu) wurde Giovanna Grandón bekannt. Denn während der Proteste in Chiles Hauptstadt Santiago tanzte sie in einem leuchtend gelben Pikachu-Kostüm auf der Plaza Italia, die Demonstrant*innen auf Plaza de la Dignidad (Platz der Würde) umtauften und die zu ihrem wichtigsten Treffpunkt wurde.

Im Oktober 2019 hatte eine Erhöhung der Fahrpreise der U-Bahn in Chiles Hauptstadt eine soziale Revolte ausgelöst. Schülerïnnen sprangen zunächste aus Protest über die Drehkreuze der U-Bahn, dann kam es zu einem landesweiten Aufstand gegen die soziale Ungleichheit im Land und gegen die Verfassung aus der Pinochet-Diktatur. Ein Jahr später stimmten in einem Referendum knapp 80 Prozent für die Ausarbeitung eines neuen Grundgesetzes.

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Protest in Santiago de Chile
Repräsentantïnnen sozialer Bewegungen, eine treibende Kraft der sozialen Revolte in Chile, werden im Verfassungskonvent präsent sein.
Demonstrantïnnen halten ein Schild mit dem durchgekreuzten Gesicht von Pinochet hoch.
Die Revolte in Chile richtete sich gegen das Erbe der Pinochet-Diktatur: die Verfassung aus dem Jahr 1980 und das neoliberale Wirtschaftsmodell. Trotzdem wurden Anhängerïnnen der Diktatur in den Verfassungskonvent gewählt.

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Eine Frau hält die Flagge der Mapuche hoch.
17 Sitze sind im chilenischen Verfassungskonvent für die Indigenen Völker reserviert.
Tausende Frauen führen vor dem Nationalstadion in Santiago de Chile die Performance „Ein Vergewaltiger auf deinem Weg“ von Lastesis auf.
Der Feminismus ist eine treibende Kraft der Protestbewegung in Chile, wie die Performance „Ein Vergewaltiger auf deinem Weg“ von LasTesis gezeigt hat. Bei den Wahlen zum Verfassungskonvent erhielten Frauen besonders viele Stimmen.
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Sophia Boddenberg

Sophia Boddenberg

Sophia Boddenberg berichtet seit 2016 als freie Reporterin aus Chile über Politik, Umwelt und Feminismus. Sie kommt aus dem Rheinland.


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