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Wie entscheide ich, ob ich mich gegen das Corona-Virus impfen lasse?

Eine Hilfestellung, um den Nutzen einer Corona-Impfung gegen die Risiken abzuwägen

von
29.01.2021
2 Minuten
Eine Gesundheitsarbeiterin hält eine Ampulle mit dem Coronavirus-Impfstoff Oxford-AstraZeneca hoch, um ihn in einem Krankenhaus in Kathmandu, Nepal, den Gesundheitsarbeiter an vorderster Front zu verabreichen.

Eine Corona-Impfung ist für viele Menschen empfohlen

In Deutschland ist die Impfung für viele Bevölkerungsgruppen empfohlen, eine Impfpflicht gibt es aber nicht. Ab dem 7. Juni 2021 sollen in vielen Bundesländern die Priorisierungen für alle Impfstoffe aufgehoben werden, teils nur in den Arztpraxen, teils aber auch in den Impfzentren. Für die bisher noch nicht Geimpften rückt die Corona-Impfung damit in greifbare Nähe – und damit auch die Frage: Impfen lassen oder nicht?

Bei der Impfentscheidung sind neben den Auswirkungen für die Gesellschaft und andere Menschen auch individuelle Aspekte wichtig: Wie groß ist der Nutzen der Impfung? Und mit welchen Risiken muss ich rechnen?

Individuelle Abwägung zwischen Nutzen und Risiken

Auf diese beiden Fragen gibt es für die verschiedenen Corona-Impfstoffe etwas unterschiedliche Antworten. Laufend aktualisierte, qualitätsgesicherte Informationen zu den einzelnen verfügbaren Impfstoffen finden sich beispielsweise beim deutschen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und im Online-Portal Medizin transparent von Cochrane Österreich. Dort wird auch thematisiert, was wir derzeit noch nicht zu Nutzen und Risiken der Impfstoffe wissen.

RKI bietet Hilfestellung zur persönlichen Risikoanalyse

Um die Risiken der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen im Vergleich zu den Risiken einer Corona-Infektion realistisch einschätzen zu können, ist eine Faktenbox hilfreich, die das Robert Koch-Institut (RKI) gemeinsam mit dem Harding-Center für Risikokompetenz veröffentlicht hat. Entscheidungshilfen bieten in einer Kurzversion der COVID-Cube des Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz, eine etwas ausführlichere Entscheidungsunterstützung eine Website des Projekts “Share to care” am Universitätsklinikum Kiel.

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Auch 12– bis 15-Jährige sollen sich mit Wegfall der Priorisierung mit dem zugelassenen Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer impfen lassen können. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für diese Altersgruppe steht derzeit aber noch aus. Diskutiert werden derzeit verschiedene Argumente, die für oder gegen eine Impfung der 12– bis 15-Jährigen sprechen. Das IQWiG hat in einer Gesundheitsinformation zusammengestellt, was zu Nutzen und Risiken für Jugendliche bisher bekannt ist und welche Informationen bisher fehlen.

Dr. Iris Hinneburg, Stand 02.06.2021

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