Vom Erdgas zum Wasserstoff: Wie Deutschland die Einführung des sauberen Energieträgers plant

Deutschland setzt zukünftig auf sauberen Wasserstoff und will dazu sein Gasnetz umrüsten. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

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Etwa die Hälfte des Erdgas-Netzes in Deutschland wird auf Wasserstoff umgestellt – neue Wasserstoff-Leitungen wie hier im Bild sind in Planung

Wasserstoff gilt als sauberer Energieträger, zumindest wenn er mit erneuerbaren Energien produziert wird. Aktuell hapert die weitere Entwicklung an den hohen Kosten für die notwendige Infrastruktur. Deshalb soll der Wasserstoffmarkt erst einmal dort ausgebaut werden, wo keine energie- und kosteneffizienteren Alternativen verfügbar sind – wie in der Chemie- und Stahlbranche.

Wie kommt der Wasserstoff ins Erdgas-Netz?

Der Bundestag debattiert am heutigen Donnerstag, wie der Gesetzgeber den Rechtsrahmen für die Entwicklung der nationalen Wasserstoff-Infrastruktur so setzen kann, dass der Hochlauf „schnell und kostengünstig“ erfolgen kann. Dafür soll das Wasserstoff-Kernnetz zusammen mit dem Netz für Erdgas geplant werden.

Für ein 11.200 Kilometer langes Wasserstoff-Kernnetz sollen bestehende Gas-Leitungen umgewidmet werden. Das Ziel: die Investitionskosten möglichst gering halten. Das Kernnetz soll zu etwas mehr als der Hälfte aus alten Gas-Leitungen bestehen. Die erste Erdgas-Fernleitung wurde im Oktober 2023 in Niedersachsen für Wasserstoff umgerüstet.

Studien zeigen, dass Wasserstoff nur in No-Regret-Anwendungen eingesetzt werden sollte.
Der Einsatz von Wasserstoff sollte auf Anwendungen beschränkt werden, in denen die energieeffizientere direkte Elektrifizierung nicht machbar ist (sog. No-Regret-Anwendungen), zeigen zahlreiche Studien.

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