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Modell des Vergessens

Ausgrabung eines Massengrabes aus dem spanischen Bürgerkrieg auf dem Friedhof von Porreres (Mallorca).

17.07.2020
14 Minuten
In Spanien hat ein Richter im Jahr 2020 die Ausgrabungsarbeiten an einem Massengrab in Asturien gestoppt. Es gibt in Spanien etwa 2000 Massengräber aus der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs. Ausgrabungen wurden bisher nur privat finanziert, der Staat zeigt kein Interesse an der Exhumierung der Leichen, so dass die spanischen Massengräber, in denen sich die Gebeine von Alten, Männern, Frauen und Kindern finden, bis heute nicht offiziell untersucht sind.

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In Spanien gibt es etwa 2000 Massengräber. Seit 1936 suchen Menschen nach verschwundenen Angehörigen. Ausgrabungen wurden bisher nur privat finanziert. Die Massengräber wurden bis heute nicht offiziell untersucht. In diesen finden sich die Leichen von Alten, Männern, Frauen und Kindern. Der Baske Francisco Etxeberria hat etwa 500 Gräber geöffnet und bislang mehr als 8000 Exhumierungen vorgenommen. Während des Spanischen Bürgerkriegs und der Franco-Diktatur verschwanden 143.353 Menschen. Dabei sind die im Kampf gefallenen Soldaten nicht mitgezählt. Nach Kambodscha ist Spanien das Land mit den meisten Verschwundenen. Die UNO hat Spanien wiederholt angemahnt, die Verbrechen aus der Zeit der Diktatur zu untersten.

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Der Film „Modell des Vergessens“ zeigt die Ausgrabungsarbeiten auf dem Friedhof des kleinen Orten Porreres auf Mallorca. Dank ergeht an die Beteiligten: Maria Antonia Oliver, Francisco Etxeberria, Guillem Mir und Catalina Moya, die zu Wort kommen und uns an ihrer Geschichte teilhaben lassen. Sowie der Associació Memòria de Mallorca.

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Dipl.-Des. Björn Göttlicher

Dipl.-Des. Björn Göttlicher

In Björn Göttlicher paart sich die Gelassenheit des Spaniers mit der Zuverlässigkeit des Deutschen und der Trinkfestigkeit des Finnen. Als cooler Papa und passionierter Mützenträger ist der Autor zahlreicher Bücher im Umgang mit seinen Makeln genauso humorvoll wie beim Vermitteln von fotografischem Wissen. Er beschäftigt sich viel mit den ästhetischen und philosophischen Fragen des Mediums Fotografie und erkundet in seinen Kurzfilmen filmisches Storytelling. Darüber hinaus ist er Gründer des Projektes über die Ethik im Fotojournalismus „A doubting photographer“.

Björn Göttlicher hält regelmäßig Foto-Workshops in Spanien. Aktuelle Angebote finden Sie hier, auch wenn wegen Corona eine Workshop-Pause eingetreten ist. Die ist bald vorbei!


Berichte aus Spanien

Die Proteste der Katalanen für eine Unabhängigkeit von Spanien haben die europäische Öffentlichkeit überrascht. Nur scheinbar hat sich die Lage wieder beruhigt. In Spanien brodelt es, das Land ist im Umbruch. Um die Veränderungen und die Menschen dahinter geht es in diesem journalistischen Projekt. Geboten werden Geschichten aus Spanien, die einen Blick hinter die Kulissen der Tagesaktualität erlauben und die größeren Zusammenhänge offenlegen – von mir als Kenner des Landes (sehen Sie diese interaktive Landkarte), der sich zugleich einen distanzierten Blick bewahrt hat. Björn Göttlicher

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