Modell des Vergessens

Ausgrabung eines Massengrabes aus dem spanischen Bürgerkrieg auf dem Friedhof von Porreres (Mallorca).

14 Minuten
In Spanien hat ein Richter im Jahr 2020 die Ausgrabungsarbeiten an einem Massengrab in Asturien gestoppt. Es gibt in Spanien etwa 2000 Massengräber aus der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs. Ausgrabungen wurden bisher nur privat finanziert, der Staat zeigt kein Interesse an der Exhumierung der Leichen, so dass die spanischen Massengräber, in denen sich die Gebeine von Alten, Männern, Frauen und Kindern finden, bis heute nicht offiziell untersucht sind.

In Spanien gibt es etwa 2000 Massengräber. Seit 1936 suchen Menschen nach verschwundenen Angehörigen. Ausgrabungen wurden bisher nur privat finanziert. Die Massengräber wurden bis heute nicht offiziell untersucht. In diesen finden sich die Leichen von Alten, Männern, Frauen und Kindern. Der Baske Francisco Etxeberria hat etwa 500 Gräber geöffnet und bislang mehr als 8000 Exhumierungen vorgenommen. Während des Spanischen Bürgerkriegs und der Franco-Diktatur verschwanden 143.353 Menschen. Dabei sind die im Kampf gefallenen Soldaten nicht mitgezählt. Nach Kambodscha ist Spanien das Land mit den meisten Verschwundenen. Die UNO hat Spanien wiederholt angemahnt, die Verbrechen aus der Zeit der Diktatur zu untersten.

Der Film „Modell des Vergessens“ zeigt die Ausgrabungsarbeiten auf dem Friedhof des kleinen Orten Porreres auf Mallorca. Dank ergeht an die Beteiligten: Maria Antonia Oliver, Francisco Etxeberria, Guillem Mir und Catalina Moya, die zu Wort kommen und uns an ihrer Geschichte teilhaben lassen. Sowie der Associació Memòria de Mallorca.

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