Eckart Köhne will Museumsbesucher zu Museumsnutzern machen

Sanierung, Digitalisierung, Citizen Science: Alles soll anders werden im Badischen Landesmuseum Karlsruhe

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Frontal aufgenommenes Brustbild eines Mann im Anzug, der seine Unterarme auf der Platte eines Gebäude- Modells abgelegt hat.

Neue Museumsbauten und die damit verbundenen Architektur-Wettbewerbe sorgen für eine breite öffentliche Diskussion. Anders sieht es aus, wenn es um den latenten Strukturwandel in den Museen geht. Dabei ist die Debatte intern bereits in vollem Gange. In wenigen Wochen beginnt unter dem Titel „digital. ökonomisch. relevant. Museen verändern sich!“ die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes in Berlin, und es wird sich zeigen, ob es in den Foren um mehr geht, als sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen oder unabänderliche Defizite zu beklagen.

Gewiss ist, dass viele sich dem notwendigen Wandel öffnen wollen, allen voran Eckart Köhne, der Präsident des Deutschen Museumsbundes. Der Direktor des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe will in naher Zukunft Museumsbesucher:innen zu Museumsnutzer:innen machen. Das klingt ambitioniert, nahezu utopisch. Kolleg:innen äußern Skepsis nur hinter vorgehaltener Hand. Ein Blick auf die Situation des im Karlsruher Schloss untergebrachten Museums zeigt zudem, welche Hürden sich Köhnes Plänen entgegenstellen.

Hellgelb gestrichene Schlossanlage mit Parkanlagen im Vordergrund.
Zum 300. Stadtjubiläum wurde die Fassade des Karlsruher Schlosses neu gestrichen, innen ist es sanierungsbedürftig.
Ägyptische Statuetten in einer Glasvitrine.
Das Badisches Landesmuseum verwahrt Zeugnisse verschiedener antiker Kulturen, unter anderem Statuetten aus Ägypten.

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