Gehörverlust nach Corona-Impfung: Finnische Forscher entkräften Verdacht

Die Studie zeigt zudem: Auch nach einer Covid-Erkrankung bleibt das Risiko auf Normallevel

2 Minuten
Ein alter Mann hält sich die Hand hinter das Ohr.

Der Verdacht wog schwer, den israelische Forscher:innen im Februar 2022 veröffentlichten: In ihrer Studie im Fachmagazin JAMA Otolaryngol Head Neck Surgery schrieben sie, dass plötzlich auftretender Gehörverlust mit einer Corona-Impfung des Herstellers Biontech zusammenhängen könnte.

Die Wissenschaftler:innen hatten die Daten von Clalit Health Services analysiert, dem größten israelischen Gesundheitsversorger. Ihre statistische Auswertung legte nahe, dass Menschen nach der Impfung ein leicht erhöhtes Risiko haben, einen plötzlichen Gehörverlust zu erleiden.

Die Forscher bezweifelten ihre eigenen Daten

Doch so richtig sicher waren sich die Forscher:innen nicht. Sie räumten selbst ein, dass ihre Studie Schwächen habe. Etwa weil die Gruppen der Geimpften und der Ungeimpften eigentlich zu unterschiedlich waren, als dass man sie zuverlässig vergleichen könnte. So konnten sie Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzerkrankungen nicht ausschließen. Diese Krankheiten können plötzlichen Gehörverlust auslösen.

Also taten sie das, was gute Wissenschaftler:innen tun: „Sie baten andere Forschungsgruppen, ihre Untersuchung zu wiederholen“, sagt Petteri Hovi vom finnischen Institut für Gesundheit und Wohlfahrt.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Joachim Budde

Arndtstraße 12
53113 Bonn

www: https://www.joachimbudde.de

E-Mail: ich@joachimbudde.de

Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Lektorat: Edda Grabar