Wenn Milliarden Mikroben mitessen: Wie die falsche Ernährung den Darm gefährdet

Die zucker- und fettreiche „westliche Diät“ ist oft ein Stresstest für die Verdauung. Wer sich gesünder ernähren will, sollte wissen, worauf es ankommt – gerade in puncto Darmgesundheit

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Foto einer breiten Auswahl an gesunden Nahrungsmitteln, darunter Früchte, Gemüse und Saaten.

Viele Menschen möchten sich gesund oder einfach nur besser ernähren. Worauf kommt es dabei an? Eine ausgewogene Ernährung muss unseren Organismus versorgen – und Milliarden Mikroben. Sie leben im Darm und arbeiten eng mit dem Gewebe, dessen schützender Schleimschicht und der lokalen Körperabwehr zusammen. Finden die Mikroben das Menü mangelhaft, läuft ihre Gemeinschaft aber aus dem Ruder und zerlegt die eigene Unterkunft. Mit möglicherweise dramatischen Konsequenzen für unsere Gesundheit.

Porträtfoto des Forschers Björn Schröder: Gesicht eines lächelnden und dick vermummten Mannes mit vereistem Bart in einer Winterlandschaft.
Björn Schröder erforscht das Zusammenspiel von Diät, Darm und Mikrobiom.
Grafik zu den Auswirkungen der Diät auf den Darm. Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert nützliche Mikroben, die die Darmbarriere stärken. Die „westliche Diät“ mit viel Fett und Zucker lässt schädliche Mikroben gedeihen. Im schlimmsten Fall wird die Darmbarriere durchlässig für Krankheitserreger.
Übersicht über die Auswirkungen der Ernährung auf die Darmgesundheit. Eine pflanzenbasierte Diät mit vielen Ballaststoffen fördert nützliche Mikroben, die wichtige Stoffwechselprodukte wie kurzkettige Fettsäuren (SCFAs) liefern. Bei der „westlichen Diät“ dagegen gedeihen schädliche Mikroben. Im schlimmsten Fall wird die Schleimbarriere dünn und porös. Es drohen Infektionen an der Darmwand und andere Leiden.