„Wenn man Sie alle so sprechen sieht, bekommt man den Eindruck vermittelt, alle hätten verstanden, was zu tun ist“, sagte Iris Ziegler. „Und ich hoffe sehr, dass das wahr ist.“ Die Vertreterin der Tierschutzorganisation „Shark Conservation“ war eine der wenigen, die während einer Pressekonferenz kritische Worte für die Diskussionen auf dem Weltnaturschutzkongress der International Union for Conservation of Nature (IUCN) fand.

Anfang September versammelten sich NGOs, Regierungen, Unternehmen, Wissenschaftlerïnnen, indigene Gruppen und Jugendbewegungen in Marseille, um über eine nachhaltigere Zukunft zu sprechen. Bei den täglichen Pressekonferenzen und Diskussionen wärmte man aber lieber facettenreich bereits bekannte Probleme auf, anstatt über konkrete Lösungsvorschläge zu debattieren. Das Leitmotiv „nature based solutions“ hätte genug Potential für ein einwöchiges Brainstorming hergegeben, doch man war zu beschäftigt damit, ausgiebig sich selbst oder anderen auf die Schulter zu klopfen, den vorbereiteten Text aufzusagen und unangenehmen Fragen auszuweichen. Auch die anwesenden Journalistïnnen machten ihrem Berufsstand wenig Ehre und schluckten, was man ihnen in aufgebauschter diplomatischer Spreche vorkaute und als nichtssagende Häppchen servierte.

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