Klimakrise: Rekordhitze in Kanada fordert Hunderte Tote in wenigen Tagen

Temperaturrekorde werden gebrochen, Menschen leiden unter extremer Hitze. Ursache für die heftige Hitzewelle, so sagen Wissenschaftler, ist die Klimakrise.

von Ludwig Obermeier
2 Minuten
Das abgebrannte Lytton in Kanada hat die Klimakrise auf brutale Weise erfahren. Nach tagelanger Rekordhitze hat ein Waldbrand die kleine Ortschaft komplett zerstört.

Eine extreme Hitzewelle hält die Menschen in Kanada und den USA in Atem. Seit Tagen erreichen die Temperaturen in weiten Teilen der Westküste bislang nicht für möglich gehaltene Werte. Mit fatalen Folgen: Schon jetzt gibt es zahlreiche Hitzetote und Waldbrände zu beklagen. Besonders betroffen ist die kanadische Provinz British Columbia und der Westen der USA.

Sowohl Kanadas Premierminister Justin Trudeau als auch US-Präsident Joe Biden warnten die Bevölkerung vor den Folgen der gefährlichen Hitze. „Die Waldbrandgefahr in diesem Jahr ist so ernst wie nie zuvor“, sagte US-Präsident Biden bei einem virtuellen Treffen mit den Gouverneuren der westlichen US-Bundesstaaten. In Kanada, wo die Menschen normalerweise gemäßigtere Temperaturen gewohnt sind, mussten wegen der Gluthitze Schulen, Universitäten und Corona-Impfzentren geschlossen werden. Fast überall fehlten Klimaanlagen. Behörden richteten Notkühlzentren ein, in denen sich die Kanadier vor der Hitze schützen und Erfrischung suchen können. Vor allem Kinder und ältere Menschen leiden unter den extremen Temperaturen, wie Wissenschaftler feststellten. Für staatliche Gesundheitssysteme ist das eine enorme Herausforderung.

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