Wenn eine Bäuer*in, eine Wissenschaftlerin*in und eine Veganer*in gleichzeitig mit dir reden

Erfahrungen mit unserer Dialog-Recherche „Das Schweinesystem“

5 Minuten
Ein gehäkeltes Schwein auf einer Neonlampe in Raketenform

Am Anfang stand eine Idee. Und ein Software-Prototyp. Etwa zur selben Zeit, als wir uns mit dem Projekt “Das Schweinesystem” auf das Fleiß-und-Mut-Stipendium bewarben, entstand der Prototyp unserer Dialog-Software Crowdlupe für Redaktionen. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, kontroverse Gespräche zum Tierwohl mithilfe einer frisch entwickelten Software zu führen. Aber dass es so schwierig werden würde, auch nur die Dialog-Community aufzubauen, hätten wir nicht gedacht.

Gründe zu reden gibt es genug: Die Schweinehaltung in Deutschland ist so prekär und für viele unhaltbar geworden, dass sie eine tiefgreifende Veränderung braucht. In den Medien werden regelmäßig Schlachthofskandale, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie und Tierqualen beschrieben. Dazu fällt der Preis für Schweinefleisch immer weiter und ruiniert Schweinebäuer*innen. Wie kommt es dazu?

Und gibt es Ideen aus anderen Ländern, wie sich das System retten oder reformieren lässt? Denn der Fleischmarkt ist ein globaler Markt. Dass wir Finnland als Vergleichsland ausgewählt haben, mag zunächst erstaunen. Warum haben wir uns nicht für die Niederlande oder Dänemark entschieden, beides Länder mit riesigen Schweinezuchtbetrieben? Weil Finnland – selbst auch ein großes Erzeugerland – einige Dinge anders macht. Auf spannende Weise anders.

Nur wenn wir allen Seiten zuhören, dringen wir zum Grund komplexer Probleme. Wir müssen daher alle Akteur*innen der Schweinewirtschaft zu Wort kommen lassen. Die Dialog-Recherche lässt uns die Perspektive vieler Menschen sehen und mit ihnen in einen Eins-zu-eins-Dialog treten. Wenn wir eine Frage stellen, bündelt unsere Dialog-Software die Antworten und liefert immer neue Recherche-Ansätze.

Doch wie baut man eine Community in zwei Ländern auf?

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