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Software gegen das Impfchaos

In der gegenwärtigen Impfkampagne gegen Covid-19 läuft so einiges schief. Aber das soll mit einer neuen Software von Biontech besser werden. Doch die politischen Voraussetzungen für den bundeseinheitlichen Einsatz von Software fürs Impfmanagement fehlen.

von
18.02.2021
4 Minuten
Eingang des zentralen Impfzentrums gegen Covid-19 in Stuttgart

Einen Überblick über das Impfgeschehen in Deutschland hat niemand. Die Folge: Fehlbestellungen, übriggebliebene Impfdosen, Personalüberlastung, unterbrochene Lieferketten und geplatzte Impftermine.

Das führt mitunter zu absurden Situationen. In Berlin mussten zum Beispiel bereits Geimpfte für die zweite Dosis in ein anderes Impfzentrum umgeleitet werden. Der Impfstoff der ersten Dosis war nicht an das bisherige Impfzentrum geliefert worden. Erst seit wenigen Tagen können beispielsweise in Niederbayern Impfwillige automatisch nach Alter sortiert werden. Da mussten Mitarbeiter vorher jeden Datensatz händisch öffnen und hineinschauen.

Impfüberblick fehlt völlig

Niemand hat einen Überblick über was, was in den 400 Impfzentren bundesweit passiert, wie deren kurz-, mittel- und langfristige Personalplanung aussehen soll, weil niemand weiß, wieviele Impfdosen wann und vor allen Dingen wo zur Verfügung stehen.

Das wurde auf dem Impfgipfel am 1. Februar 2021 auch intensiv diskutiert. Die Ländervertreter monierten fehlende Planungssicherheit. Vertreter des Bundes wiesen darauf hin, dass für Logistik und Verteilung doch die Länder zuständig seien. Nachdem einige Zeit der „Schwarze Peter“ hin und hergeschoben wurde, hat man sich dann doch noch auf einen nationalen Impfplan geeinigt.

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Peter Welchering

Peter Welchering

Peter Welchering Technik- und Wissenschaftsjournalist

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