Kunst aus Haiti: Warum Indigoblau mehr ist als eine Farbe

Die karibische Künstlergruppe The Living and the Dead Ensemble fasziniert im Badischen Kunstverein mit Poesie, Theater, Film und einer Videoinstallation.

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Frauen und Männerm die sich um ein aus Neonleuchten und Alufolie dargestelltes lagerfeuer versammelt haben.

Eine weiße wandfüllende Zeichnung auf einer indigoblauen Grund. Im Raum stehen Vitrinen, die Dokumente zur Geschichte des Freiheitskämpfers Toussaint Louverture zeigen. s
Die Wandzeichnung versinnbildlicht die Geschichte Haitis von der Entdeckung durch Kolumbus bis zum jüngsten Koruptionsskandal, der das Land erschütterte. Sie zeigt, wie diese Ereignisse mit der Politik Europas und den USA verbunden sind.
Zwei junge Männer aus Haiti vor der südlicher Küstenlandschaft, die sich gegenseitig belauern.
Erfahrung einer Grenzüberschreitung: Mitglieder des The Living and the Dead Ensemble realisieren, dass zwei der Schauspieler vom Geist der von ihnen verkörperten Rollen besessen sind.
Drei wie ein Altarretabel angeordnete Screens, auf denen verschiedene Videoaufnahmen gezeigt werden. In der Mitte steht eine junge Frau  in der Vorstadt und spricht einen Text.: I see souls crumble. Ich sehe Seelen zerbrechen.
Die im Badischen Kunstverein gezeigte 3-Kanal-Videoinstallation „The Wake“ zeigt Aufnamen der Gruppenaktivitäten in Port-au-Prince und in der Banlieue von Paris.
Ein Tisch mit Stühlen vor einer blauen mit Mindmaps und Gesprächsnotizen bedeckten Wand.
Die Wand als Tafel: Im „Raum der Gemeinschaft“ trifft sich das The Living and the Dead Ensemble mit der einer Klasse der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Die aus diesem Dialog hervorgegangenen Arbeiten der Student*innen sind im Kellergeschoss ausgestellt.

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