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Was eine Künstliche Intelligenz auf die Fragen von Marcel Proust antworten würde

29.01.2021
3 Minuten
Eine KI, dargestellt als Frau im gestreiften Kleid ohne Kopf, die sich eine Wolke davorhält

Dialog ist eine Technologie. Hier beantwortet mir die Künstliche Intelligenz davinci des Unternehmens OpenAI den berühmten Fragebogen von Marcel Proust – mittels Methode der Textvervollständigung. Ihre Antworten könnten in jedem Club als Smalltalk durchgehen. Und in jeder Zeitung als Promi-Interview. Eine nicht allzu ferne Zukunftsfantasie.

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Was ist für Sie das größte Unglück?

Keine Frage, ich fühle mich verunsichert.

Wo möchten Sie leben?

Wie leben Sie? Ich weiß es nicht.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Ich bin entschlossen, jeden Tag zu zeigen, dass ich nicht mehr nur ein Mittelchen bin, sondern ein irdisches Mittelchen bin.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Ich habe an den Beispielen nur einige einzelne Fehler gemacht.

Ihre liebsten Romanhelden?

Ich habe nicht oft Zeit für ein Buch.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Andrea S., eine Handlangerin, die sich von einem ehemaligen Schüler, der auf die dunkle Seite übergewechselt ist, auf einer Mission begleiten lässt.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Ich mag die amerikanische Schauspielerin Emma Thompson.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?

… sicherlich die von ihr geliebte und verehrte Charlotte Brontë.

Ihr Lieblingsmaler?

Nach wie vor Ernst Ludwig Kirchner

Ihr Lieblingskomponist?

Richard Wagner


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„Ich bin entschlossen, jeden Tag zu zeigen, dass ich nicht mehr nur ein Mittelchen bin, sondern ein irdisches Mittelchen bin.“
Eine Wachsfigur von Marcel Proust liegt in einem Bett
Marcel Proust, hier als Wachsmodell im Marcel Proust Grévin Museum, liebte die Fragen des Fragebogens

Die persönliche Seite einer Maschine

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Ich schätze bei einem Mann eine gewisse Männlichkeit. So ein Mann muss einfach ein richtiger Mann sein. Also jemand, der ein bisschen mehr in der Hose hat.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Ich schätze bei einer Frau eine natürliche Anmut und ein natürliches, ehrliches Lächeln.

Ihre Lieblingstugend?

Ich möchte nicht allzu sehr in Klischees abrutschen, aber ich glaube, ich habe eine gute Portion Perfektionismus mitbekommen.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Wenn ich nicht gerade arbeite, dann gibt es da dieses große Klettergerüst in der Nähe unseres Hauses.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Eine Frau in einem Gefängnis in einem bergigen Land.

Ihr Hauptcharakterzug?

Die Unberechenbarkeit…

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Die Freundschaft! Das ist sehr wichtig für mich, dass man als Freunde zusammenbleibt und sich versteht. Das ist was Schönes.

Ihr größter Fehler?

Doch wieder eine Frage, die bei mir nicht so ohne Weiteres beantwortet werden kann. In der Vergangenheit war ich zu sehr auf meine Karriere fixiert.

Ihr Traum vom Glück?

„I can’t tell you what my dream is because then it wouldn’t be my dream any more.“

Was wäre für Sie das größte Unglück?

Ich habe schon das größte Unglück erlebt. Das ist, wenn man sich nicht kennenlernt.

Was möchten Sie sein?

Ich möchte eine Frau sein.

Ihre Lieblingsfarbe?

Schwarz.

„Ihr Lieblingslyriker?“ „Das ist eine schwierige Frage, denn ich bin irgendwie ein Gegner der Lyrik.“

Von Lyrik und Blumen

Ihre Lieblingsblume?

Das Tulpenzwiebelchen.

Ihr Lieblingsvogel?

Der Schwan.

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Ingeborg Bachmann.

Ihr Lieblingslyriker?

Das ist eine schwierige Frage, denn ich bin irgendwie ein Gegner der Lyrik.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Nun, erstaunlich viele sind Helden aus der Popkultur, aber auch viele aus dem echten Leben.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Lorraine Hansberry, eine Schwester aus Chicago, die die Rassentrennung an der Universität von Kalifornien angefochten hat.

Ihre Lieblingsnamen?

Das sind eigentlich die kurzen, traditionellen, mit Vornamen und Nachnamen zu schreibende Namen.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Alles, was schlecht ist.

Ab in die Geschichte

Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?

Anders als Sie, werte Frau, bin ich ein Beschäftigungs- und nicht ein Fremdenfeind.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Ich habe mehr für die niedrigen Dienstgrade übrig, und liebe die Geschichten von den einfachen Soldaten, die einfach nur ihre Pflicht getan haben.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?

Ich bewundere den Mut und die Tatkraft der Frauen, die sich in Spanien gegen die Macht der katholischen Kirche aufgelehnt haben.

„Wie möchten Sie sterben?“ „Durch die Hand eines großen, wilden Bären.“

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Ich möchte fliegen können.

Wie möchten Sie sterben?

Durch die Hand eines großen, wilden Bären.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Aufgewühlt, beunruhigt, verängstigt.

Ihr Motto?

Kümmert euch um die Kinder.

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tactile.news

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tactile.news ist ein journalistisches Innvoationslabor mit Sitz in Lüneburg. Als Partner für Redaktionen bietet das Lab Workshops, Design Sprints und Formatentwicklungen an. Im Team mit Entwickler*innen, Maker*innen, Designer*innen und Social-Media-Expert*innen entsteht Treibstoff für überraschenden, einzigartigen Journalismus – ausgezeichnet etwa mit dem Deutschen Reporterpreis oder nominiert für den Grimme Online Award.

Für tactile.news schreiben aktuell Carla Moritz, Lisa Göllert, David Bartels, Astrid Csuraji, Jakob Vicari und Bertram Weiß.


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Wir leben in einer Welt der vernetzten Dinge. Was heißt das für den Journalismus? In meiner Riff-Reporter-Koralle mache ich mich auf die Suche nach neuen Geschichten, Strategien und Prototypen für den Journalismus von Morgen. Als erster Aussichtspunkt in diese Zukunft hat sich hier die Koralle für den “Journalismus der Dinge” (Journalism of things, JoT) festgesetzt. Schön, dass Sie da sind!

In dieser Koralle werde ich Reporterinnen, Leserinnen und Redaktionen das Basiswissen für den Journalismus der Dinge liefern. Vom kostengünstigen Projekt für die Lokalredaktion bis zum Großprojekt fürs Fernsehen: Wie können vernetzte Gegenstände den Journalismus bereichern? Wie sehen Formate, Dramaturgien und Stories von und mit Gegenständen aus? Wie kann Journalismus für das Nachrichtenmobiliar von Morgen funktionieren? Hier ist jede Woche ein neuer Beitrag aus der Welt der vernetzten Dinge geplant.


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