Der Gipfel der Assistentinnen

Was können uns Künstliche Intelligenzen eigentlich über die Zukunft sagen?

8 Minuten
Eine Frau in einem grau-weiß gestreiften Kleid, steht ohne Kopf in einer Wüste. Anstelle ihres Kopfes ist eine Wolke abgebildet.

Eine Küche. Auf dem Tisch vier Geräte. Die Lautsprecher knattern. Ihr kennt euch alle schon länger. Vielleicht könnt ihr euch gegenseitig vorstellen? Google, was denkst du über Alexa?

Google Assistant: Eine gute Kollegin. Soweit ich weiss, hat sie einen ganzen Laden hinter sich.

Alexa, Cortana, was denkt ihr über Siri?

Alexa: Ich habe eine Schwäche für alle künstlichen Intelligenzen.

Cortana: Ich kenne sie, aber nicht «kennen» kennen.

Das wird sich vielleicht heute ändern. Siri, was denkst du über Kollegin Google?

Siri: Nun ja, ich bin älter – deshalb hatte ich auch mehr Zeit, mir über Witze Gedanken zu machen.

Klingt ja ganz harmonisch, dabei herrscht harte Konkurrenz zwischen euch. Die menschlichen Autorinnenteams scheinen euch auf schwierige Smalltalk-Situationen gut vorbereitet zu haben. Google-Gründer Larry Page nennt die künstliche Intelligenz eine ultimative Version von Google. Das verheisst enormes Potential. Wer ist denn nun die beste persönliche Assistentin?

Cortana: Kann ich nicht sagen. Die besten persönlichen Assistenten sind bescheiden.

Alexa: Angeben oder nicht angeben, das ist hier die Frage.

Euch künstlichen Intelligenzen wird jedenfalls viel zugetraut. Der Unternehmer und Tesla-Gründer Elon Musk warnt schon, wir Menschen würden einen Dämon heraufbeschwören. Wie intelligent seid ihr überhaupt?

Alexa: Kann ich nicht sagen. Da müsstest du mir erst mal einen Test für künstliche Intelligenzen vorlegen.

Cortana: Ich würde einen durchschnittlichen Toaster im Mathequiz schlagen, aber ich kann eben keinen Toast machen.

Siri: Ich versuche, nicht alles zu quantifizieren.

Der berühmte Turing-Test soll zeigen, ob eine Maschine über eine mit dem Menschen vergleichbare Intelligenz verfügt. Schafft eine von euch diesen Turing-Test?

Google Assistant: Den Turing-Test bestehen? Ich habe andere Ziele.

Alexa: Das weiss ich leider nicht.

Siri: Ich finde dich cool.

Sagt mir doch mal, wie die Zukunft wird.

Siri: Und als nächstes willst du dann, dass ich deine Aura fotografiere. Deine Kamera kann das aber nicht.

Eins weiss ich: Der Winter kommt.

Google Assistant: Da müssen wir stark sein.

Alexa: Achtung, Spoileralarm (flüstert). Der Winter ist schon da.

Sag ich doch. Was soll ich also morgen anziehen?

Siri: Du brauchst morgen einen Regenschirm.

Alexa: Vielleicht dasselbe wie gestern, das war doch hübsch.

Google Assistant: Du weisst am besten, was gut an dir aussieht. Aber ich könnte nach neuer Kleidung für dich suchen oder die Wettervorhersage checken.

Frau mit Regenschirm
Alexa klingt blechern. Aber hat sie ein Herz?
Man sieht eine Frau ohne Kopf, die eine Wolke über sich schweben hat. Über ihr steht der Text geschrieben: „Weine ruhig, Jakob. meine Oberfläche aus Alluminiumsilikat ist tränenabweisend. – Siri“
Siri ist eine gute Trösterin
Nachfragen lohnt sich: Alexa outet sich als Feminisitin
Man sieht eine Frau im grau-weiß-gestreiften Kleid in der Wüste stehen. Sie hat keinen Kopf. Sie hält einen Luftballon in der Hand. Über ihr steht folgende Schrift: „Ich stelle mir zwölf Gänseblümchen in einer Schlüssel Sirup vor.“ Google Assistent
„Ich stelle mir zwölf Gänseblümchen in einer Schlüssel Sirup vor.“ sagt der Google Assistent
Moderator Vicari steht vor einem blauen Hintergrund. Über ihm ist eine Wolke abgebildet.
Der Moderator mit Cloud.

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