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Rechte haben und Recht bekommen – Frauen in Kenia

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26.02.2021
8 Minuten
Zu sehen ist eine Massai-Frau in traditioneller Kleidung, d.h. in einem kräftig blauen Kleid mit reichlich Perlenschmuck um den Hals. Sie trägt einen gelben Mundschutz, wobei sie die Nase nicht bedeckt hat.

Vor vierzig Jahren wurde die „UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ in Kraft gesetzt, die so genannte „UN-Frauenrechtskonvention“. Mit ihrer Unterschrift haben sich bis jetzt 189 Staaten dazu verpflichtet, jede Form der Diskriminierung von Frauen durch geeignete politische Maßnahmen zu beenden. Der Internationale Frauentag erinnert alljährlich am 8. März an die Verpflichtung, die Frauenrechte einzuhalten. So weit die Theorie. Wie gleichberechtigt sind Frauen weltweit und in afrikanischen Ländern tatsächlich, zum Beispiel in Kenia ?

Am Rand von Kibera, einem der Slums von Nairobi, hat die internationale Hilfsorganisation CREAW ein grün-weißes Zelt aufgebaut. CREAW bedeutet „Zentrum für die Aufklärung über Rechte der Frauen“. An diesem Morgen haben die Aktivistïnnen dutzende Teenagerinnen eingeladen, die aus mittellosen Familien kommen. Die Jugendlichen und jungen Frauen sitzen auf weißen Plastikstühlen und hören, was ihre Rechte sind. Dass sie sich zum Beispiel wehren dürfen, wenn jemand sexuell übergriffig wird. Und ab welcher Grenze sexuelle Gewalt beginnt.

Junge Frauen und Teenagerinnen sitzen in einem grün-weißen Zelt auf Stühlen in Reihen hintereinander, alle tragen einen Mundschutz.
Teenagerinnen und junge Frauen bei einer Veranstaltung der Frauenorganisation CREAW in Kibera
Junge Frauen stehen in einer Warteschlange, alle tragen vorschriftsmäßig einen Mundschutz.
Im Slum Kibera warten junge Frauen auf die Verteilung von Monatsbinden.
Zu sehen sind Kenianerinnen, etliche halten Schilder mit Parolen hoch. Sie demonstrieren für ihre Rechte.
Kenianische Frauen demonstrieren für ihre Rechte

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Eine schwangere Teenagerin verbirgt ihr Gesicht hinter Wäschestücken. Im Anschnitt ist eine Wellblechhütte zu sehen, die werdende Mutter lebt in einem der Slums von Nairobi, in Kibera.
Diese 18jährige Kenianerin ist ungewollt schwanger geworden. Aus Scham möchte sie anonym bleiben.
Eine junge Frau mit kurzen Rasta-Zöpfen, Evelyne Odhiambo, am Rande eines Slums.
Evelyne Odhiambo arbeitet für das kenianische „Netzwerk für Reproduktive Gesundheit“
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Bettina Rühl

Bettina Rühl

Bettina Rühl lebt seit 2011 als freie Korrespondentin in Nairobi. Ihre Radio-Dokumentationen und Features wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2020 mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz. Sie ist Vorsitzende des Korrespondentennetzwerkes weltreporter.net.


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