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#50Annalenas sind nach TV-Triell von Laschet genervt

von
13.09.2021
eine Minute

Armin Laschet ist für viele der 50 Annalenas klarer Verlierer des TV-Triells. Olaf Scholz und Annalena Baerbock konnten mit ihren Argumenten gleich gut überzeugen.

von Carla Moritz

Am Sonntagabend fand das zweite von drei TV-Triellen der Kanzlerkandidat:innen für die Bundestagswahl 2021 statt. Bei ARD und ZDF stritten Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz unter anderem über Klimaschutz, Rente, Wohnungsbau, Gesundheit, Steuern und die richtige Corona-Strategie.

Armin Laschet kam mit seinen Angriffen gegen die beiden Konkurrent:innen nicht gut an. Von ihm waren die zuschauenden Annalenas am meisten genervt. Ihm gehe es mehr darum, “andere zu diffamieren, als mit Sachthemen zu punkten”, sagt Anna-Lena, 33, aus Bayern. Und dabei wirke er “unwissend und unsympathisch”, findet Annalena, 19, aus Mannheim.

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Auch die fehlende Distanzierung von Hans-Georg Maaßen, dem früheren Verfassungsschutzchef und Direktkandidaten der CDU, wird von Annalenas kritisiert. Das zeige “was für eine schwache Führungspersönlichkeit er ist, mit null Rückgrat. Peinlich, aber wenig überraschend”, schreibt Annalena, 36, aus Frankfurt während des Triells. Mit dem Auftritt tue Armin Laschet ihr “fast schon leid”, sagt eine andere Anna-Lena.

Von Olaf Scholz und Annalena Baerbock waren die 50 Annalenas gleichermaßen überzeugt: “Baerbock und Scholz waren ziemlich gleich auf. Bei Gesundheit und Mieten Scholz, bei Klima ganz klar Baerbock, Rente beide gut”, analysiert eine Anna-Lena aus Bayern. Olaf Scholz gefällt Annalena, 19, aus Mannheim, weil er am “gemäßigsten” sei. Baerbock kommt bei Annalena, 24, aus Darmstadt gut an, weil sie “am überzeugendsten” argumentiere. Dabei komme Baerbock aber auch ihre Rolle in der Opposition zugute. Annalena, 39, aus München kritisiert, dass Baerbock “nie zu einem Ende” komme. Das könne aber auch an der schlechten Moderation liegen.

Die Wahlentscheidung der 50 Annalenas hat das Triell kaum beeinflusst: Viele haben schon per Brief gewählt.

#50Annalenas sucht den Dialog mit 50 Menschen, die ganz zufällig eins gemeinsam haben: Ihren Vornamen. Bis Ende September stellen wir den 50 Annalenas Fragen rund um das Thema Bundestagswahl. Wir suchen kein Mini-Abbild, in dem es mathematisch-statistisch so zugeht wie in der deutschen Bevölkerung. Wir wollen echte Stimmen! Und fragen: Was denken 50 Annalenas im Wahljahr über Deutschland?

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tactile.news

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tactile.news ist ein journalistisches Innvoationslabor mit Sitz in Lüneburg. Als Partner für Redaktionen bietet das Lab Workshops, Design Sprints und Formatentwicklungen an. Im Team mit Entwickler*innen, Maker*innen, Designer*innen und Social-Media-Expert*innen entsteht Treibstoff für überraschenden, einzigartigen Journalismus – ausgezeichnet etwa mit dem Deutschen Reporterpreis oder nominiert für den Grimme Online Award.

Für tactile.news schreiben aktuell Carla Moritz, Lisa Göllert, David Bartels, Astrid Csuraji, Jakob Vicari und Bertram Weiß.


#50Annalenas

Schon immer hießen Mädchen in Deutschland Lena und Anna. In den 90ern fügten sich Teile zusammen, die vorher unversöhnlich waren. Aus Liam und Noel wurde Oasis. Aus Ost und West wurde ein Deutschland. Aus Bündnis 90 und den Grünen wurde Bündnis 90/Die Grünen. Und aus Anna und Lena wurden immer mehr Annalenas. Eine dieser Annalenas könnte die neunte deutsche Bundeskanzlerin werden. Wie wird die Annalena-Republik aussehen? 

Wir fragen die, die die Annalena-Perspektive längst haben. #50Annalenas sucht den Dialog mit 50 Menschen, die ganz zufällig eins gemeinsam haben: Ihren Vornamen. Von der 16-jährigen Schülerin bis zur 72-jährigen Rentnerin wollen wir wissen, was sie ärgert, wovon sie träumen und welche Themen Annalenas wichtig sind. Und wieviel Annalena in Deutschland steckt.

Bis zur Bundestagswahl im September stellen wir den 50 Annalenas Fragen über ihren Kanal der Wahl. Die Fragen drehen sich um Politik, Entscheidungen, Verantwortung, Humor und was uns spontan sonst noch interessiert. 

Im Gegensatz zu anderen Redaktionen, wollen wir keine repräsentative Wahl-Community oder anonyme Politbarometer. Wir suchen kein Mini-Abbild, in dem es mathematisch-statistisch so zugeht wie in der deutschen Bevölkerung. Wir wollen echte Stimmen! 

Und fragen: Was denken 50 Annalenas im Wahljahr über Deutschland?

Ab dem 1. Juli 2021 geht es los.

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