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Eine Reise mit der Künstlichen Intelligenz

Bericht von einem Bürgerdialog

von
07.09.2020
2 Minuten
In einer Computergrafik steigt an einer Haltestelle eine Person aus einem autonom fahrenden Bus aus.

Was denken die Menschen über die Künstliche Intelligenz? Welche Fragen haben sie an die Wissenschaft? Studierende treiben den Dialog zwischen Gesellschaft und Forscher*innen voran. Ausgangspunkt ist eine öffentliche Debatte der ZukunftsReporter in Stuttgart.

„Den technischen Fortschritt kann niemand aufhalten.“ Dieser Aussage haben in der Umfrage „Technikradar 2018“ fast 90 Prozent der Befragten zugestimmt. Doch das heißt nicht, dass man dem Wandel ausgeliefert wäre. Die ZukunftsReporter argumentieren: Wir müssen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen – und dazu müssen wir uns darüber verständigen, wie sie aussehen sollte.

Eine neue Perspektive dazu bieten Studierende der Universität Stuttgart und der Hochschule der Medien in Stuttgart: Sie haben eine öffentliche Debatte der ZukunftsReporter genutzt, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Außerdem haben sie Wissenschaftler*innen interviewt und Studien recherchiert. Wir ZukunftsReporter freuen uns, Ihnen zwei Beiträge vorzustellen. Einer beschäftigt sich mit der Frage, wie kreativ die Künstliche Intelligenz sein kann – Sie finden Text und Video hier. Ein zweites Team hat aus seinen Recherchen eine eigene Website gebaut, die Sie zu einer virtuellen Reise einlädt.

Screenshot aus der Website der Studierenden: Man sieht einen Bus mit Fahrgästen. Hinter den anklickbaren Sprechblasen verbergen sich die Ansichten von Bürgerinnen und Bürgern zur Künstlichen Intelligenz.
Die Fahrgäste im Bus haben alle eine Meinung zur Künstlichen Intelligenz. Ein Klick auf die Sprechblasen lässt sie sprechen.
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Maurice Koch und Patrick Denk von der Uni Stuttgart sowie Celine Bischoff und Jana Mack von der Hochschule der Medien präsentieren die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger in Form einer interaktiven Online-Busreise. Zu Beginn müssen sich die Nutzer*innen entscheiden: Nehme ich den herkömmlichen Bus mit Fahrer*in oder den automatischen Bus, der vom Computer gesteuert wird? Sogleich gibt es erste Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger: Die einen empfehlen lieber den normalen Bus, weil das Arbeitsplätze sichert. Aber es gibt auch andere Stimmen: zum Beispiel eine, die damit rechnet, dass die Zahl der Unfälle im autonom gesteuerten Verkehr sinkt.

Auf der Reise folgen Einschätzungen, wie sich die KI auswirkt – zum Beispiel auf den Arbeitsmarkt: Eine Reihe von Tätigkeiten können ersetzt werden, aber nicht der persönliche Kontakt, wird vermutet. Doch als Bedrohung wird das nicht gesehen. Eine junge Frau antwortet, sie sei mit KI-Anwendungen aufgewachsen und stelle es sich gar nicht gruselig vor, mit einer KI zusammenzuarbeiten. Auch das studentische Team empfiehlt nach seiner Recherche, neue Kompetenzen aufzubauen: „Zukünftigen Generationen müssen auf einen völlig neuen Arbeitsmarkt vorbereitet werden und einen flexiblen Umgang mit Soft- und Hardware von klein auf lernen.“

Links und Quellen:

  • Die Umfrage „Technikradar 2018“ der Körber-Stiftung und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech): Website
  • Bericht der Universität Stuttgart über die öffentliche Debatte der ZukunftsReporter in der Stadtbücherei Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität: Website
  • Video und Text zur Frage, wie kreativ die KI sein kann: Website
  • Website mit der virtuellen Busreise zu den thematischen Stationen Industrie, Jobcenter und Krankenhaus: Website
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Alexander Mäder

Alexander Mäder

Alexander Mäder unterrichtet Journalismus an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er ist in zwei RiffReporter-Projekten aktiv: Klima wandeln und die ZukunftsReporter.


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