Spidermans Schwestern: Was die mysteriösen Wurmschnecken über die Ozeane in der Klimakrise verraten

Wurmschnecken sind wahre Schleimkünstler und können eigene Riffe bilden. Die Klimakrise führt aber zu Massensterben in diesen wichtigen Ökosystemen, während andere Wurmschnecken unter diesen Bedingungen zur Bedrohung werden könnten.

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Unterwasserbild mit einer hellgelben Schnecke in einer beigen Röhre, von der nur der Kopf mit zwei Tentakel zu sehen ist.

Hätten Eremiten ein Wappentier, wäre es die Wurmschnecke. Die marinen Mollusken verbringen ihr Leben, sobald sie ausgewachsen ist, in einem fest verankerten Gehäuse. Das sie nie wieder verlassen. Wozu auch? Was die Wurmschnecke braucht, fischt sie mit klebrigen Schleimfäden aus dem Wasser, von der Nahrung bis zum Spermienpaket. Jetzt wurde eine neue Gattung entdeckt, deren grelle Färbung Rätsel aufgibt. Überhaupt ist über das Leben der Wurmschnecken wenig bekannt. Dabei können die ökologisch wichtigen Tiere in klimabedingt veränderten Ozeanen Schaden anrichten und selbst zu Schaden kommen – auch vor unserer Haustür.

Unterwasserfoto mit verschiedenen Meereslebewesen. In der Mitte die bläuliche Röhre einer Wurmschnecke, um die ein Schleimnetz aufgespannt ist.
Diese Wurmschnecke – hier die Röhre mit Schleimnetz – stammt aus dem Indopazifik, wurde aber nach Florida eingeschleppt.
Foto von braunen Pappschachteln, die Ansammlungen von leeren Röhren von Wurmschnecken enthalten.
Nur wenige Experten beschäftigen sich mit Wurmschnecken, weswegen die Tiere selten in Museumskollektionen auftauchen. Hier sind die Röhren der Spidermanschnecke im Field Museum in Chicago zu sehen.
Unterwasserfoto einer Schnecke der Art Cayo galbinus, die limettengrün gefärbt ist. Zu sehen ist der Kopf, der aus der Röhre guckt.
Die neu entdeckte Wurmschneckenart Cayo galbinus ist limettengrün gefärbt und lebt in Riffen vor Belize.
Foto einer gelben Koralle, die in der Mitte abgestorben ist. Kaum zu erkennen sitzt dort eine Wurmschnecke, die wohl die Todeszone geschaffen hat.
Wenn Wurmschnecken auf Korallen siedeln, schaffen sie eine Art Todeszone um sich herum. Dafür sorgen vermutlich Giftstoffe im Schleim – wie hier bei Cayo margarita (in der Mitte)

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