Europäischer Datenschutz und Wettbewerb: US-Videokonferenz-Dienste unter Druck

Videokonferenz-Anbieter Zoom und Microsoft mit Teams stellen sich auf die rechtlichen Anforderungen in Europa ein.

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Zoom und Microsoft Teams sind beliebte Videokonferenz-Anbieter. Aber arbeiten sie auch nach europäischen Regeln?

Bürokommunikationssoftware mit Chat, Audio- und Videokonferenzen ist seit der Corona-Pandemie im Arbeitsalltag wichtiger geworden. Erfolgt der Einsatz von US-amerikanischer Videokonferenz-Software wie Teams und Zoom aber auch rechtskonform? Immerhin müssen sie strenge Datenschutz- und Wettbewerbsregeln der Europäischen Union befolgen.

Aktuell zeigen sich Microsoft und Zoom in Bewegung: Microsoft löste Ende August seine Kollaborationssoftware Teams aus seinem Office-Paket heraus, um kartellrechtlich besser dazustehen. Zoom arbeitet hart daran, seine Datenschutz- und IT-Sicherheitsfeatures an europäische Standards anzupassen.

Entbündelung von Teams – Reaktion auf Brüssel

Mit der Entbündelung seines Softwarepakets reagiert Microsoft auf eine Wettbewerbsuntersuchung der EU-Kommission und entfernt Teams aus seinen Office-Paketen für den europäischen Markt. Dies bedeutet, dass seit Oktober die Office-Pakete von Microsoft in Europa ohne den Kommunikationsdienst Teams zu einem günstigeren Preis angeboten werden.

Die EU-Kommission hatte im Juli eine formelle Untersuchung eingeleitet, um dem Verdacht nachzugehen, dass Microsoft durch die Integration von Teams in Office 365 und Microsoft 365 möglicherweise einen unfairen Wettbewerb mit anderen Anbietern betreibt. Ähnliche Konfliktlinien gab es auch früher schon, etwa mit Microsofts Internet Explorer.

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