Wir müssen über unsere Zukunft reden

Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, müssen wir ehrlich über die Optionen sprechen. Die ZukunftsReporter laden ein zur Diskussion. Neue Termine - live vor Ort und im Internet.

Wie wird sich unser Alltag verändern?

Die ZukunftsReporter laden zu öffentlichen Veranstaltungen ein und sprechen über die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen in Wissenschaft und Politik. Als JournalistInnen liefern wir unserem Publikum wissenschaftlich fundierte Informationen. Es geht um Technologien und Ideen, die unseren Alltag deutlich verändern werden, wenn wir es denn zulassen. Doch wir wollen auch erfahren, was unsere ZuhörerInnen daraus machen: wie sie die Innovationen bewerten, welche Anwendungen sie sich vorstellen können – und welche nicht. Wir sind neugierig auf die Antworten. Wir lassen unser Publikum zu Wort kommen und suchen die offene Debatte. Solche Dialoge können Gräben überwinden und das Verständnis für andere Positionen erhöhen.

Wir wollen uns nicht der ersten Neigung hingeben, sondern alle Seiten hören und dann an unserer Meinung arbeiten. Wenn es ein Interesse gibt, sich zu verständigen, sollten wir die Chance nutzen. Und wenn die Meinungen auseinandergehen, interessieren uns die Gründe dafür – und die Gemeinsamkeiten, die trotzdem bleiben. Wir sind überzeugt, dass wir die Zukunft gemeinsam gestalten können, wenn wir ehrlich über mögliche Optionen diskutieren.

Unsere Themen stammen aus Wissenschaft und Gesellschaft: Pflege, Mobilität, Klimawandel, künstliche Intelligenz, Gentechnik, Ernährung, Demokratie. Unser Fazit nach mehr als einem Dutzend Veranstaltungen: Um die Diskussionskultur ist es in Deutschland nicht so schlecht bestellt, wie es viele Kritiker vorgeben.

Veranstaltungen im Winter und Frühjahr 2021

Durch die Corona-Beschränkungen können sich Termine verschieben. Einige Veranstaltungen planen wir als digitale Debatte, andere sollen live vor Ort stattfinden.

19. Januar 2021; 15 Uhr, digitale Debatte mit der Zentralbibliothek Düsseldorf zum Thema Pflege, Die (Schwieger)tochter, „die Polin“ oder der Roboter – Wer soll die Versorgung im Alter übernehmen?

28. Januar 2021, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart: Designed Food – Guten Appetit: Was landet in der Zukunft auf dem Teller?

Bosch-Stiftung fördert interaktive Debatten im Internet

Die ZukunftsReporter setzen ihr bewährtes analoges Format jetzt auch in der digitalen Welt um. Die interaktive Diskussion über wichtige Zukunftsthemen ist damit nicht mehr an einen Ort gebunden. Tools für Videokonferenzen ermöglichen Veranstaltungen mit einem hohen Wortanteil der Teilnehmenden und niedriger Schwelle für eine Beteiligung. Die Robert Bosch Stiftung fördert diese Idee. Digitale Debatten können auf vielfältige Weise Menschen zusammenführen, die durch äußere Umstände üblicherweise sonst nicht miteinander diskutieren. So kann das Format beispielsweise PendlerInnen und StadtbewohnerInnen zu Fragen der Mobilität zusammenbringen oder BewohnerInnen in Pflegeheimen, pflegende Angehörige und VertreterInnen der Zivilgesellschaft. SchülerInnen aus unterschiedlichen Bildungswegen und Bundesländern können ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Zukunft diskutieren. Publikum darf und soll (wenn möglich) dabei sein – vor Ort und digital.

Im Januar 2021 planen wir eine Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek Düsseldorf zur Situation der Pflege in Deutschland. Die Kooperationspartner sollen helfen, Menschen anzusprechen, die in ihrem Alltag mit unseren Themen zu tun haben und sich auf das Experiment Online-Debatte einlassen wollen. Natürlich können sich interessierte TeilnehmerInnen auch direkt anmelden.

Lebhafte Diskussion über Deisgnerbabys bei der Körber-Stiftung in Hamburg.
Bewegte Standpunkte: Platzwechsel bei einer Diskussion im KörberForum in Hamburg. Das Publikum will auf der Ja- oder auf der Nein-Seite Stellung beziehen.

Wie laufen die Debatten ab?

Für unsere Veranstaltungen haben wir zwei Konzepte entwickelt. Im Format  Bewegte Standpunkte  (Unterhaus-Debatte) stellen wir nach einer Einführung in das Thema einfache, aber grundsätzliche Fragen. Das Publikum muss mit „Ja“ oder „Nein“ antworten, auch wenn das schwerfällt. Es bezieht Stellung, indem es sich auf die Stühle der Ja- oder der Nein-Seite setzt. Bei jeder Frage müssen sich die TeilnehmerInnen neu entscheiden. Die Anordnung der Stühle lässt an Konfrontation denken: Zwei Blöcke sitzen sich gegenüber. Nach unseren Erfahrungen entwickelt sich aber eine konstruktive Diskussion. Die Fragen sind bewusst offen gestellt und lassen Platz für Interpretationen, um die Diskussion anzuregen. Wir wollen kein Stimmungsbild erheben, sondern die Argumentation des Publikums kennenlernen: Warum haben Sie sich für „Ja“ oder für „Nein“ entschieden? Können Sie die Gründe der anderen Seite nachvollziehen? Gibt es einen Kompromiss, einen Mittelweg, der zu einer handhabbaren Lösung führt?

In der Vorlese-Debatte (Plan A / Plan B) erzählen die ZukunftsReporter alltagsnahe, wissenschaftlich fundierte Szenarien aus der Zukunft. Das Publikum macht einen Ausflug in eine veränderte Welt. Danach soll es entscheiden, welches Zukunftsszenario wünschenswert wäre. Was müssen wir tun, um dieses Ziel zu erreichen oder zu verhindern? Wie realistisch ist es, dass sich unser Alltag so verändert, wie im Szenario beschrieben? Die ZukunftsReporter interessieren sich für die Argumente.

Sprechen Sie uns an, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie eine Diskussion in diesen interaktiven Formaten mit uns veranstalten wollen: hallo@zukunftsreporter.online

Weiterführung der Diskussionsabende

Die BesucherInnen unserer Veranstaltungen erleben einen interessanten und hoffentlich unterhaltsamen Abend. Aber auch diejenigen, die nicht dabei sein konnten, sollen von der Diskussion profitieren. Dank unserer KooperationspartnerInnen entstehen neue Beiträge zu unseren Themen. Die Körber-Stiftung in Hamburg hat die TeilnehmerInnen nach dem „Sommer des Wissens“ auf dem Rathausplatz befragt. Studierende der Hochschule der Medien und der Universität Stuttgart haben inspiriert von einem Diskussionsabend zum Thema Künstliche Intelligenz eigene Videos und Grafiken entwickelt und vor einer Jury präsentiert. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, ob KI kreativ sein kann. Eine andere Gruppe lädt ein zu einer Bustour, entweder mit Fahrer, oder autonom gesteuert. Die Urania in Berlin hat im Projekt StadtNatur mehrere Statements aus unserer Diskussion zur Verkehrswende gesammelt und führt die Debatte im Internet weiter.

Zudem berichten die ZukunftsReporter auf dem Portal Riffreporter.de über ausgewählte Veranstaltungen und greifen Aspekte aus den Diskussionen in künftigen Szenarien auf. In Berlin haben wir unser Publikum gefragt, welche Themen die Menschen in der Zukunft beschäftigen werden. In Düsseldorf diskutierten wir über die Verkehrswende und künstliche Intelligenz. Selbst bei komplexen und umstrittenen Themen wie Gentechnik und Designerbabys lassen sich Gemeinsamkeiten finden, wie eine Debatte bei der Körber-Stiftung in Hamburg zeigte.  

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