Wir müssen über unsere Zukunft reden

Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, müssen wir ehrlich über die Optionen sprechen. Die ZukunftsReporter laden ein zur Diskussion - live vor Ort und im Internet.

Wir müssen reden, wenn wir Zukunft gestalten wollen

Die ZukunftsReporter laden gern zu öffentlichen Veranstaltungen ein. Wir sind überzeugt, dass wir die Zukunft gemeinsam gestalten können, wenn wir ehrlich über mögliche Optionen diskutieren. Unsere Themen stammen aus Wissenschaft und Gesellschaft. Wir sind neugierig auf die Antworten. Es geht um Technologien und Ideen, die unseren Alltag deutlich verändern werden, wenn wir es denn wollen. Wir lassen unser Publikum zu Wort kommen und suchen die offene Debatte. Wir wollen uns nicht der ersten Neigung hingeben, sondern alle Seiten hören und dann an unserer Meinung arbeiten. Solche Dialoge können Gräben überwinden und das Verständnis für andere Positionen erhöhen. Wenn es ein Interesse gibt, sich zu verständigen, sollten wir die Chance nutzen.

Als JournalistInnen liefern wir unserem Publikum wissenschaftlich fundierte Informationen. Doch wir wollen auch erfahren, was unsere ZuhörerInnen daraus machen: wie sie die Innovationen bewerten, welche Anwendungen sie sich vorstellen können – und welche nicht. Und wenn die Meinungen auseinandergehen, interessieren uns die Gründe dafür – und die Gemeinsamkeiten, die trotzdem bleiben. Unser Fazit nach mehr als einem Dutzend Veranstaltungen: Um die Diskussionskultur ist es in Deutschland nicht so schlecht bestellt, wie es viele Kritiker vorgeben.

Die nächsten Veranstaltungen

04. September 2020; 19 Uhr, Stadt- und Landesbibliothek Potsdam: Wie verändert Künstliche Intelligenz unser Leben? Wie können wir die weitere Entwicklung beeinflussen?

08. Oktober 2020; 17.30 Uhr, Urania Berlin: StadtNatur - Unterwegs in Berlin: Wege zu einem besseren Miteinander auf der Straße

28. Oktober 2020, 19 Uhr, mit der Stadtbibliothek München: Soll Wissenschaft Politik machen?

03. November 2020, Zentralbibliothek Düsseldorf: Im Kulturevent „Die Digitale“, Digital Secrets: Ich habe doch nichts zu verbergen! / Gibt es Geheimnisse nur noch offline?

09. November 2020, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Stuttgart:: Designed Food – Guten Appetit: Was landet in der Zukunft auf dem Teller?

11. November 2020; 19 Uhr, Körber-Forum Hamburg: Klima retten durch Verbote?


Förderung der Bosch-Stiftung für neue Debatten im Internet

Die ZukunftsReporter wollen ihr bewährtes analoges Format jetzt in der digitalen Welt umsetzen. Die Diskussion über wichtige Zukunftsthemen ist damit nicht mehr an einen Ort gebunden. Die Robert Bosch Stiftung fördert diese Idee. Digitale Debatten können auf vielfältige Weise Menschen zusammenführen, die durch äußere Umstände üblicherweise sonst nicht miteinander diskutieren. So kann das Format beispielsweise PendlerInnen und StadtbewohnerInnen zu Fragen der Mobilität zusammenbringen oder BewohnerInnen in Pflegeheimen, pflegende Angehörige und VertreterInnen der Zivilgesellschaft. SchülerInnen aus unterschiedlichen Bildungswegen und Bundesländern können ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Zukunft diskutieren. Publikum darf und soll dabei sein – vor Ort und digital. Dazu setzen wir Tools für Videokonferenzen ein, die interaktive Veranstaltungen mit einem hohen Wortanteil der Teilnehmer und niedriger Schwelle für eine Beteiligung ermöglichen.

KooperationspartnerInnen gesucht

Die KooperationspartnerInnen sollen helfen, Menschen anzusprechen, die in ihrem Alltag mit unseren Themen zu tun haben und sich auf das Experiment Online-Debatte einlassen wollen. Natürlich können sich TeilnehmerInnen melden, die sich für eine Debatte über die Zukunft interessieren.

Für den Januar 2021 planen wir eine Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek Düsseldorf zur Situation der Pflege in Deutschland.

Weitere Details zum Projekt mit der Robert-Bosch-Stiftung folgen. 

Lebhafte Diskussion über Deisgnerbabys bei der Körber-Stiftung in Hamburg.
Bewegte Standpunkte: Platzwechsel bei einer Diskussion im KörberForum in Hamburg. Das Publikum will auf der Ja- oder auf der Nein-Seite Stellung beziehen.

Formate und Veranstaltungen

Für unsere Veranstaltungen haben wir zwei Konzepte entwickelt. Im Format  Bewegte Standpunkte  (Unterhaus-Debatte) stellen wir nach einer Einführung in das Thema einfache, aber grundsätzliche Fragen. Das Publikum muss mit „Ja“ oder „Nein“ antworten, auch wenn das schwerfällt. Es bezieht Stellung, indem es sich auf die Stühle der Ja- oder der Nein-Seite setzt. Bei jeder Frage müssen sich die TeilnehmerInnen neu entscheiden. Die Anordnung der Stühle lässt an Konfrontation denken: zwei Blöcke sitzen sich gegenüber. Nach unseren Erfahrungen entwickelt sich aber eine konstruktive Diskussion. Die Fragen sind bewusst offen gestellt und lassen Platz für Interpretationen, um die Diskussion anzuregen. Wir wollen kein Stimmungsbild erheben, sondern die Argumentation des Publikums kennenlernen: Warum haben Sie sich für „Ja“ oder für „Nein“ entschieden? Können Sie die Gründe der anderen Seite nachvollziehen? Gibt es einen Kompromiss, einen Mittelweg, der zu einer handhabbaren Lösung führt?

In der Vorlese-Debatte (Plan A / Plan B) erzählen die ZukunftsReporter alltagsnahe, wissenschaftlich fundierte Szenarien aus der Zukunft. Das Publikum macht einen Ausflug in eine veränderte Welt. Danach soll es entscheiden, welches Zukunftsszenario wünschenswert wäre. Was müssen wir tun, um dieses Ziel zu erreichen oder zu verhindern? Wie realistisch ist es, dass sich unser Alltag so verändert, wie im Szenario beschrieben? Die ZukunftsReporter interessieren sich für die Argumente.

Sprechen Sie uns an, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie eine Diskussion in diesen interaktiven Formaten mit uns veranstalten wollen: [email protected]

Weiterführung der Diskussionsabende

Die BesucherInnen unserer Veranstaltungen erleben einen interessanten und hoffentlich unterhaltsamen Abend. Aber auch diejenigen, die nicht dabei sein konnten, sollen von der Diskussion profitieren. Dank unserer KooperationspartnerInnen entstehen neue Beiträge zu unseren Themen. Im Projekt mit der Robert-Bosch-Stiftung sollen ExpertInnen die Diskussionen bewerten.

Studierende der Hochschule der Medien und der Universität Stuttgart haben inspiriert von einem Diskussionsabend zum Thema Künstliche Intelligenz eigene Videos und Grafiken entwickelt und vor einer Jury präsentiert. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, ob KI kreativ sein kann. Eine andere Gruppe lädt ein zu einer Bustour, entweder mit Fahrer, oder autonom gesteuert.

Die Körber-Stiftung in Hamburg hat die TeilnehmerInnen nach dem „Sommer des Wissens“ auf dem Rathausplatz befragt.                                      

Zudem berichten die ZukunftsReporter auf dem Portal Riffreporter.de über ausgewählte Veranstaltungen und greifen Aspekte aus den Diskussionen in künftigen Szenarien auf. In Berlin haben wir unser Publikum gefragt, welche Themen die Menschen in der Zukunft beschäftigen werden. In Düsseldorf beschäftigten wir uns mit der Verkehrswende und künstlicher Intelligenz.. Selbst bei komplexen und umstrittenen Themen wie Gentechnik und Designerbabys lassen sich Gemeinsamkeiten finden wie eine Debatte bei der Körber-Stiftung in Hamburg zeigt.  

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