Hörnerspitzen für Venus?

Der Sternenhimmel im Mai 2020

stellarium/F. Mokler Eine Sternekarte zeigt den Himmel für Anfang Mai 2020 gegen 22:30 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit über Frankfurt am Main.

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von Felicitas Mokler

Das mit Abstand hellste Objekt am Abendhimmel ist noch in der ersten Monatshälfte die Venus, die Ende April mit -4,8 mag ihre größtmögliche Helligkeit erreichte. Im Verlauf des Monats nähert Venus sich am Firmament immer mehr der Sonne und bewegt sich dabei weiter dem Westhorizont entgegen. Schließlich verlässt sie zum Monatsende hin unser Blickfenster und tritt am 3. Juni in ihre untere Konjunktion, das heißt sie läuft zwischen Erde und Sonne hindurch. Geübte könne Venus dann noch am Taghimmel erhaschen, allerdings ist Vorsicht geboten, da Venus dann sehr nahe bei der hellen Sonnne steht.

Da Venus- und Erdbahn etwas gegeneinander geneigt sind, zieht unser Schwesterplanet zu dieser Konstellation nur sehr selten direkt vor der Sonne vorüber. Der letzte Venustransit ereignete sich am 6. Juni 2012, der nächste wird erst im Jahr 2117 stattfinden. In den Tagen nach der unteren Konjunktion taucht Venus etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang am Osthorizont auf, steht dann allerdings noch sehr tief, so dass sie sich in der Dämmerung kaum beobachten lassen dürfte.

Unser innerer Nachbarplanet umrundet die Sonne bei einem mittleren Abstand von 0,72 astronomischen Einheiten auf einer nahezu kreisförmigen Bahn in 224,7 Tagen. Er ist von allen Planeten im Sonnensystem bezüglich Größe und Masse unserem eigenen am ähnlichsten, allerdings besitzt er eine wesentlich dichtere Atmosphäre. Dass Venus von einer Gashülle umgeben sein könnte, vermutete als erster der deutsche Naturforscher Georg Christoph Silberschlag (1731 - 1790).

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