Der Sternenhimmel im August 2019

Der Stoff, aus dem die Sterne sind

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von Felicitas Mokler

Im August zieht das Sternbild Schwan zu später Stunde hoch im Süden beinahe durch den Zenit, den höchsten Punkt am Himmel. Er scheint direkt entlang der Milchstraße zu fliegen. In der Nähe des hellsten Sterns in diesem Sternbild, der Deneb – dem Schwanenschwanz - befinden sich zwei Nebelchen, die in einem guten Fernglas als verwaschene Fleckchen erkennbar sind. Mit viel Fantasie lässt sich in dem Nebelchen mit der Bezeichnung NGC 7000 die Form des Nordamerikanischen Kontinents erkennen, was ihm den Namen Nordamerikanebel einbrachte. Entdeckt hat den Nordamerikanebel der deutsch-britische Astronom William Herschel im Jahr 1786; ...

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Der Sternenhimmel Anfang August 2019 um 22:30h MESZ über Frankfurt am Main.
stellarium/F. Mokler

Position der Sternbilder

Am Spätsommerhimmel versinkt bereits in der frühen Nacht die Konstellation der Jungfrau unter dem Westhorizont. Darüber finden wir den Bärenhüter Bootes mit dem Hauptstern Arktur, der den Großen Bären im Nordwesten vor sich her treibt. Hoch im Südwesten treffen wir auf Herkules, unterhalb davon erstreckt sich der weitläufige Schlangenträger. Höher im Süden bietet das Sommerdreieck mit Vega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler Orientierung. Am Osthimmel ist bereits die Pegasus-Andromeda-Konstellation aufgegangen, und im Nordosten zieht Perseus herauf.

Lauf des Mondes

Zu Neumond am 1. August hält sich der Erdtrabant im Tierkreiszeichen Krebs auf. Am 7. August hält sich der zunehmende Halbmond in der Waage auf. Der Vollmond ist am 15. des Monats zwischen Steinbock und Wassermann anzutreffen. Der wieder abnehmende Halbmond läuft am 23. August durch den Stier. Am 30. August ist noch einmal Neumond. Dann steht der Erdtrabant im Löwen.

Lauf der Planeten

Der innerste Planet Merkur ist zur Monatsmitte am frühen Morgen vor Sonnenaufgang am Osthorizont zu sehen. Mars verschwindet bereits in der hellen Abenddämmerung hinter dem westlichen Horizont. Der Gasriese Jupiter hingegen prangt den gesamten Monat über hell am Abendhimmel. Der Ringplanet Saturn lässt sich zu Monatsbeginn fast die gesamte Nacht über beobachten, zum Monatsende hin geht er aber schon in der frühen zweiten Nachthälfte unter. Uranus steht im Sternbild Widder und ist diesen Monat unter dunklem Himmel gerade eben mit bloßem Auge zu sehen. Am 12. August beginnt der Planet seine Oppositionsschleife und beginnt seine Rückläfigkeit. Neptun im Wassermann ist nur mit einem Fernglas aufzufinden.


Meteorströme

Im August ist wieder Perseidenzeit [Link früherer Sternenhimmel]. Das Maximum des wohl bekanntesten aller Meteorströme ist in diesem Jahr in den frühen Morgenstunden des 13. August mit 100 Sternschnuppen pro Stunde oder mehr zu erwarten. Allerdings stört dann der zunehmende Mond, so dass nur die helleren Meteore zu sehen sein werden. Doch die Perseiden sind auch schon in den Nächten vor dem 13 August aktiv, wenn der Mond noch weniger hell ist und außerdem früher untergeht, so dass in den frühen Morgenstunden noch Zeit fürs Schnuppen zählen ohne Mondlicht bleibt.

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