Reisen in die Finsternis

Rezension eines mutmachenden Buchs zum Thema „Lichtverschmutzung“

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Von Stefan Oldenburg

 Treten wir nachts vor die Türe, erstreckt sich über unseren Köpfen oftmals nur grauer Milchglasscheibenhimmel. Strahlende Milchstraße? Fehlanzeige. Mit künstlichem Licht macht der moderne Mensch die Nacht zum Tag, weshalb gut zwei Drittel der Menschheit kaum noch einen sternenübersäten Nachthimmel erleben können. Nur wenige besonders helle Sterne und Planeten sind am Firmament erkennbar. Lichtschwache Himmelsobjekte wie planetarische Nebel oder ferne Galaxien bleiben unsichtbar.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts beklagen sich Astronomen wie Edward Charles Pickering oder Max Wolf über schlechter werdende Beobachtungsbedingungen. Heute sprechen wir von „Lichtverschmutzung“. Nur ansatzweise beschreibt dieser irreführende Begriff aber die Problematik und trägt dazu bei, dass diese Form der Umweltzerstörung im öffentlichen Bewusstsein noch immer wenig präsent ist.

Künstliches Licht ist ein globales Phänomen: Zu viel, beziehungsweise falsch verwendet, ist allnächtliche Lichtflut für massenhaftes Sterben von Tieren verantwortlich und eine der Ursachen für das Ausdünnen der Artenvielfalt bei Fauna und Flora. Insbesondere nachtaktive Insekten haben keine Lobby. Die Folgen ihres Verschwindens sind vielfältig. Um nur zwei zu nennen: Sie fehlen als Bestäuber ebenso wie als Nahrung für Jungvögel.

Auch der Mensch selbst gefährdet sich durch Lichtverschmutzung, indem er seinen über Jahrzehntausende an den Wechsel von Tag und Nacht angepassten Rhythmus aus dem Lot bringt. Längst haben daher auch Biologen oder Mediziner die schädliche Seite künstlichen Lichts und ihre gravierenden ökologischen Folgen im Fokus. Nicht zuletzt verschwindet mit dem sichtbaren Sternenhimmel ein Kulturgut.

Wie wertvoll dieses Gut ist, wird gleich im einleitenden Kapitel des Buches „Reiseziel Sternenhimmel“ von Bernd Pröschold deutlich. In fast lyrischen Worten beschreibt er den Zauber, den das Erleben des Nachthimmels für ihn hat.

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