Lunar Gateway: Nächster großer Schritt in den Treibsand?

Die NASA arbeitet unter Hochdruck an einer Raumstation für den Mond. Vieles an diesem Konzept ist bis heute unausgegoren.

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von Karl Urban

Vor fast genau 20 Jahren startete das erste Modul der Internationalen Raumstation (ISS) in einen erdnahen Orbit. Es war der Auftakt für die größte gemeinsame Basis der Menschheit im All, die nun aber längst in die Jahre gekommen ist. Vielleicht erlebt die ISS noch das Ende des nächsten Jahrzehnts – aber ihre Tage sind gezählt. Heute arbeiten Ingenieure, Lobbyisten der Raumfahrtindustrie und der Raumfahrt wohlgesonnene Politiker an einem neuen großen Ding. Vor allem die USA preschen mit dem Lunar Orbital Platform-Gateway forsch voran, eine Raumstation am Mond.

Die Ideen für ein Deep Space Gateway – wie die Station seit einem Budgetentwurf 2017 ursprünglich genannt wurde – entstanden schon Anfang des Jahrzehnts. Präsident Barack Obama hatte die Pläne seines Vorgängers George W. Bush, wieder Menschen auf den Mond zu schicken, wegen überbordender Kosten gestrichen. Das partiell schon entwickelte Raumschiff Orion sollte stattdessen zu einem erdnahen Asteroiden fliegen – doch ein solches Ziel schien in realistischer Reichweite gar nicht zu existieren. Daher kursierten schon im Jahr 2012 bei der NASA erste Ideen für eine Raumstation am Mond. Dadurch sollten etliche Milliarden Dollar an Steuergeldern, die bereits in das Raumschiff geflossen waren, weiter sinnvoll eingesetzt werden. Orion erhielt schlicht ein realistischeres Ziel.

Aus ersten Ideen für das Gateway im Mondorbit wurde ein Konzept, für das seit 2018 immerhin schon 504 Millionen Dollar im US-Haushalt zur Verfügung stehen, dessen Details aber bis heute noch verfeinert werden. Seit die US-Raumfahrt von Asteroiden als nächstes Ziel für Astronauten auf den Mond umschwenkte, ist die Rückkehr dorthin in Kennedy-Manier ein rhetorischer Selbstläufer geworden. Da scheint es auch egal zu sein, dass die internationalen Partner eher vorsichtig mitziehen, obwohl sie am Erfolg des Gateways einen wichtigen Anteil haben sollen. Das Zögern von Kanada oder Russland liegt wohl auch daran, dass vieles am Lunar Orbital Platform-Gateway weiter erstaunlich unausgegoren ist.

Eine Umlaufbahn im Nirgendwo

Der Mond ist der NASA-Rhetorik zufolge der nächste große Schritt der Menschheit in den Deep Space, also in die Tiefen des Alls. Tatsächlich aber soll das Gateway lediglich im cis-lunaren Raum kreisen. Dieser Begriff beschreibt recht schwammig das gemeinsame Schwerefeld von Mond und Erde.

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