Waldbaden: Fans treffen sich zum Kongress

Adriane Lochner Mann mit T-Shirt, auf dem "Wir lieben Waldbaden" geschrieben steht.

Innerhalb von nur zwei Jahren hat das Waldbaden Deutschland im Sturm erobert. Doch was ist dran an den Heilkräften des Waldes? Sollten Krankenkassen das Naturerlebnis bezahlen und welchen Stellenwert hat es in der Forstwissenschaft? Über solche Fragen tauschten sich Fachleute ein ganzes Wochenende lang aus, beim zweiten Kongress für Waldbaden in Bad Bergzabern am Rande des Pfälzerwalds. 

Wer bisher noch dachte, dass „Waldbaden“ in die Esoterikszene gehört, wurde spätestens beim Vortrag von Doreen Sallmann eines Besseren belehrt. Die Chefärztin der Regiomedklinik Masserberg referierte zum „Waldbaden in der onkologischen Rehabilitation“ beim zweiten Kongress für Waldbaden Mitte September im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern. Sallmann zufolge stehen Krebspatienten nach Operation und Chemotherapie oft unter Schock, viele leiden neben chronischer Müdigkeit auch unter einer veränderten Selbstwahrnehmung. Die Medizinerin fügt hinzu: „Unser Auftrag ist es, sie ins Leben zurückzuschicken.“ Dabei habe man mit angeleitetem Waldbaden große Erfolge erzielt. Um ihre Aussage zu untermauern, ließ Sallmann ihre Patienten sprechen. In anonymisierten Tonaufnahmen berichteten die Menschen von ihren Erlebnissen in der Natur, von Begegnungen mit Tieren oder von den Gefühlen, die sie hatten, als sie zum ersten Mal bewusst einen Baum berührten. Zwei Stunden dauern die Waldbade-Einheiten, bei denen Sallmann den Menschen beibringt, vom hektischen Alltagsleben zu entschleunigen und sich auf ihre eigenen Gefühle zu konzentrieren.

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