Revolutionäre mit Drohnen und Headsets

Eine junge, energiegeladene Generation will Afrika verändern – mittels modernster Technologie: So könnten Drohnen, Künstliche Intelligenz und Virtuelle Realität die Landwirtschaft revolutionieren.

Eriver Hijano Eine Drohne schwebt im Vordergrund in der Luft. Im Hintergrund ist unscharf eine größere Gruppe afrikanischer Kinder zu sehen.

Ein Mann dreht einem Huhn mit der bloßen Hand den Hals um, ein anderer schürt ein Lagerfeuer an, Kinder spielen Fußball mit Dosen – und über allem fliegt eine Drohne, DJI Phantom 4 Pro, 1-Zoll 20 Megapixel Sensor, Videos in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde, FlightAutonomy-System, nach hinten gerichtete Sensoren und zwei Infrarot-Sensoren. Es könnte kaum einen größeren Gegensatz geben als modernste Technik über dieser heißen, staubigen Plantage in einem ländlichen Vorort der ivorischen Hauptstadt Abidjan. Doch die Arbeiter haben sich längst daran gewöhnt, dass die Kautschuk-Plantage „Tropical Rubber Côte d'Ivoire“, kurz TRCI, zu einem Hotspot für die Anwendung einer raffinierten Kombination aus Highend-Technologien geworden ist: Die Drohne des Startups WeFlyAgri zeichnet dank ihrer Kamera eine exakte Karte der Plantage, ein riesiges Gelände mit tausenden von bis zu 40 Meter hohen Kautschukbäumen.

Mittels Künstlicher Intelligenz soll künftig das Gespür der Plantagenbesitzer für die optimale Behandlung dieser riesigen Bäume unterstützt werden, damit der Anbau effizienter und die Ernte größer wird. Zudem soll die Kontrolle der Arbeiten einfacher werden: Die Bilder der Drohne werden von einer Software zusammen „genäht“ zu einem 360-Grad-Bild und auf ein Virtual-Reality-Headset übertragen: der Plantagenbesitzer wird dann durch die Augen der Kamera schauen können, die an der Drohne über seinen Feldern schwebt.

Es ist die gleiche Technologie, wegen der Google kürzlich kräftig Ärger bekommen hat mit seinen Mitarbeitern und daraufhin die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Militär eingestellt hat, das damit die Welt vermessen will. Automatisiert Sinn zu schöpfen aus Luftbildern, das könnte die Welt verändern: je mehr dieser Bilder es gibt, und je besser künstliche Intelligenz via Bilderkennung versteht, was auf dem Boden vor sich geht, umso besser kann in den Kriegen der Zukunft automatisiert entschieden werden, wo Bomben fallen sollen. Doch autonome Kriegsroboter kommen nicht gut an in der Bevölkerung. Aber die Technologie kann auch für das Gute eingesetzt werden.

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Eine große, futuristisch aussehende Drohne schwebt über den der Plantage. Im Hintergrund sind unscharf einige Bäume der Plantage zu sehen.
Die Drohne kartografiert bei ihrem Rundflug systematisch die gesamte Plantage.
Eriver Hijano
Ein Arbeiter bei der Kautschukernte auf der Plantage. Er ist ganz in lila gekleidet.
Die Rückmeldungen der Arbeiter sind gut gemeint, doch ohne systematische Zuordnung oft nicht wirklich hilfreich.
Eriver Hijano
Ein afrikanischer Mann im dunkelblauen Hemd steht mit zufriedenem Gesichtsausdruck in einem Feld seiner Plantage. Sein Blick geht in die Ferne.
Plantagenbesitzer Yao Boue Justin bei einem Rundgang durch die Plantage. Bald wird er das auch virtuell erledigen können.
Eriver Hijano
Blick in die Kautschuk-Plantage: Ein Baum gleicht dem anderen.
Reihe 9, Baum 28?? Der dritte Baum von links, in der viert-letzten Reihe??? Ohne genaue Karten kann es hier schwierig werden den Überblick über den Zustand einzelner Bäume zu behalten.
Eriver Hijano
Eine Ansicht der Plantage
Eriver Hijano
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Eriver Hijano
Ein Mann steuert per Fernbedienung eine Drohne. Im Hintergrund stehen einige Kinder, die die Drohne beobachten.
Auch wenn es auf dem Bild anders scheint, die Drohne ist auf der Plantage längst Alltag.
Eriver Hijano
Das Team von WeFlyAgri nimmt gerade eine Drohne in Betrieb
Joseph-Olivier Biley und sein Team von WeFlyAgri zusammen mit Yao Boue Justin (im blauen Hemd)
Eriver Hijano
Eine Gruppe von Menschen lacht für das Foto in die Kamera. Eine Drohne darf natürlich auch auf diesem Bild nicht fehlen.
Joseph-Olivier Biley und sein Team mit Kindern von der Plantage
Eva Wolfangel

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VR Reporterin Eva Wolfangel (www.ewo.name) ist eine mehrfach ausgezeichnete Journalistin und berichtet hier regelmäßig aus virtuellen Welten und über aktuelle Entwicklungen im Digitalen, die unsere Zukunft prägen werden. Neben einigen kostenlosen Leseproben bietet sie auch bezahlpflichtige Inhalte an. Wer immer auf dem aktuellen Stand und als erster informiert sein will, dem legt sie ihr Abo ans Herz: für 2,99€/Monat sind alle Texte frei geschaltet und sofort zu lesen. Wer sich nur für manche Texte interessiert, kann sie auch einzeln kaufen - einfach mit einem Klick auf das entsprechende Kästchen. Beides ist eine großartige Unterstützung für Recherche, Faktenprüfung und die Schreibarbeit und sorgt für die Zukunftsfähigkeit von hochwertigem und seriösem Journalismus.

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