Homosapiens

Auf schwarzem Hintergrund zu sehen sind verschiedene Klingen und Schaber aus Feuerstein, sowie rechts oben eine zerbrochene Perle aus Sandstein, die in der Mitte durchlocht ist. Die filigran zugeschlagenen Stein-Objekte zeigen Farbtöne von fast schwarz, über grünlich, orange, rötlich und gelb. Sie sind rund 45.000 Jahre alt, stammen aus der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien und wurden von den ersten modernen Menschen in Europa hergestellt.

Der erste Homo sapiens in Europa

Eine Grabung in der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien belegt: Moderne Menschen erreichten unseren Kontinent bereits viel früher als bislang gedacht – und das blieb nicht ohne Folgen für die dort ansässigen Neandertaler

16.
Jul.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
4 Minuten
Auf dieser Zeichnung ist eine Mutter der Vormenschen-Art Australopithecus africanus zu sehen, die ihr Kind auf der linken Schulter trägt. Anhand von Zahnanalysen fanden Forscher heraus, dass die Mütter dieser Art ihre Kinder etwa ein Jahr lang stillten, ihnen aber auch später noch in Notzeiten Milch gaben

Muttermilch als Überlebensstrategie

Vormenschen der Art Australopithecus africanus stillten ihre Babys etwa zwölf Monate lang. Manchmal aber versorgten die Mütter ihre Nachkommen auch später noch mit Milch - erwies die Analyse von 2 Millionen Jahre alten Zähnen

19.
Jun.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
5 Minuten
Der Planet Erde, ein wahrlich blauer Planet aus Sicht der drei NASA-Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins auf ihrem Flug zum Mond im Juli 1969.

Der zerbrechliche Planet

Eine Sammlung von Raumfahrerzitaten mag helfen, unseren Heimatplaneten mit anderen Augen zu sehen.

18.
Jun.
2020
Stefan Oldenburg
Stefan Oldenburg
15 Minuten
Die Zeichnung zeigt zwei nur leicht bekleidete Urzeit-Jäger am Ufer eines Sees vor 300.000 Jahren, die Wurfstöcke auf Schwäne schleudern. Die an beiden Enden zugespitzten Hölzer drehen sich in der Luft, fliegen schnell über viele Meter Distanz und können Wasservögel tödlich verletzen.

Die ausgeklügelten Jagdstrategien des Homo heidelbergensis

Ein in Schöningen bei Helmstedt gefundener Wurfstock sowie hölzerne Speere belegen: Europäische Urmenschen jagten vor 300.000 Jahren Wasservögel und schlachteten sogar ganze Pferdeherden ab. Wie schafften sie das?

08.
May.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
5 Minuten
Das Bild zeigt eine elektronenmikroskopische Aufnahme des neuen Corona-Virus – auch Covid-19 genannt -, die am National Institute of Allergy and Infectious Diseases in den USA angefertigt wurde. Es sind vier kugelförmige, rotgelbe Viren zu sehen, die gerade aus den befallenen Zellen eines Patienten entweichen.

Wie Viren die Evolution des Menschen vorantrieben

Die Corona-Pandemie zeigt, welche Gefahren von Viren ausgehen. Und doch haben die Winzlinge dem Homo sapiens in der Urgeschichte auch Positives gebracht: Neue Gene und ein stärkeres Immunsystem etwa. Sogar die Sexualität ist womöglich den Krankheitserregern zu verdanken

08.
Apr.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
9 Minuten
Das Bild zeigt die Rekonstruktion eines männlichen Neandertalers am Neanderthal Museum in Mettmann, der sich auf seinen Speer stützt. Die Urmenschen besaßen enorme Muskeln, große Nasen und recht kräftige Wülste über den Augen. Genetisches Material von ihnen findet sich in Europäern und Asiaten, nach neuesten Erkenntnissen aber auch in Afrikanern.

Wie kamen die Gene der Neandertaler nach Afrika?

Bislang hieß es, nur Völker außerhalb des Schwarzen Erdteils tragen DNA des ausgestorbenen Neandertalers in sich. Forscher kommen jetzt zu einem anderen Ergebnis - und liefern die Erklärung gleich mit. Eine paläogenetische Spurensuche.

27.
Mar.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
4 Minuten
Das Foto zeigt den perfekt erhaltenen versteinerten Schädel, der in der georgischen Ruinenstadt Dmanisi als fünftes Fossil nach vier anderen Schädeln ausgegraben wurde. Der Ur- oder Vormensch besaß ein ungewöhnlich kleines Gehirn, das ein Volumen von nur 546 Kubikzentimeter aufwies. Er hatte zudem dicke Überaugenwülste und recht große Kiefer - das alles sind urtümliche Merkmale. Die anderen, an derselben Stelle gefundenen Schädel wirken dagegen deutlich moderner. Aber alle stammen aus dergleichen Zeit vor 1,8 Millionen Jahren.

Der Zwerg von Flores, uralte Zweibeiner und Seitensprünge in der Vorzeit

Wie Forscher eine verwirrende Vielfalt neuer Verwandter des Homo sapiens aufspürten, weshalb der aufrechte Gang früher entstand als gedacht und Fremdgehen in der Urzeit nicht selten war. Die Chronik der Entdeckungen, Teil 3 (2000 bis 2017)

27.
Feb.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
7 Minuten
Am fossilen Schädel des Nussknackermenschen Paranthropus boisei ist oben, auf dem Scheitel, eine knöcherne Erhebung zu erkennen. An diesem Knochenkamm setzten einst die stark ausgeprägten Kaumuskeln an.

Der Untergang der Nussknacker-Menschen

Sie existierten 1,5 Millionen Jahre lang neben den ersten Menschen in Afrika und hatten sich mit ihren gewaltigen Kiefern an harte, trockene Pflanzenkost angepasst. Doch dann starben die Nussknackermenschen aus. Warum?

24.
Jan.
2020
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
5 Minuten
Das Bild zeigt den Menschenaffen „Udo“ als künstlerische Darstellung. Udo lebte vor zwölf Millionen Jahren in Europa und konnte sich aufrecht auf zwei Beinen fortbewegen. Sein lateinischer Name lautet Danuvius guggenmosi.

Aufrecht schon vor zwölf Millionen Jahren

Die Tübinger Forscherin Madelaine Böhme entdeckte einen Affen, der einst auf dem Gebiet des heutigen Süddeutschlands lebte und sich auf zwei Beinen fortbewegen konnte. Ist er unser aller Vorfahr und begann die Menschwerdung in Europa?

14.
Dec.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
6 Minuten
Das Bild zeigt den länglichen Schädel eines Neandertalers und den rundlichen Schädel eines modernen Menschen. Forscher wollen herausfinden, welche Gene die Gehirnentwicklung beeinflussen und nutzen dazu diese im Computertomographen aufgenommenen Fotos, die das Innere des Schädels und die Struktur des Gehirns erkennen lassen.

Frühe Migranten, malende Neandertaler, Urmenschen-Mischlinge und ein unterschätztes Gehirn

Wann verließ der moderne Mensch Afrika, wie alt sind die ältesten Höhlenmalereien, mit wem kreuzte sich der Neandertaler und wie war das Denkorgan von Homo naledi beschaffen? Die wichtigsten Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2018

15.
Nov.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
6 Minuten
Abgebildet ist die Frontalansicht des 3,8 Millionen Jahre alten Schädels von Australopithecus anamensis. Der Schädel offenbart ein Wesen mit kräftig gebauten Augenhöhlen und ausladenden Wangenknochen. Einen derart vollständigen Schädel eines Vormenschen haben die Forscher bislang selten gefunden

Lucys Vorfahren zeigen ihr Gesicht

Ein 3,8 Millionen Jahre alter fossiler Schädel aus Äthiopien enthüllt, wie die Vormenschen-Art Australopithecus anamensis aussah. Forscher ermitteln, wie jenes Wesen damals lebte und ob es der Ahn der berühmten Lucy sein könnte

03.
Oct.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
3 Minuten
Zu sehen sind drei Ansichten eines 2,6 Millionen Jahre alten Steinwerkzeugs von der Fundstätte Bokol Dora in Äthiopien. Es handelt sich um einen gräulichen Stein, der nach unten spitz zu läuft und einst als Werkzeug gedient hat. Forscher glauben, dass Frühmenschen dieses Werkzeug nach einem bestimmten Plan gezielt angefertigt haben.

Die Suche nach den ersten Werkzeugmachern

Vor 2,6 Millionen Jahren erfanden Frühmenschen erstmals eine ausgefeilte Technik, um planmäßig Steinwerkzeuge herzustellen – vermutlich, weil sie damit in einem kühleren und trockeneren Klima besser überleben konnten

30.
Aug.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
4 Minuten
Auf dem sandigen Boden in der Olduvai-Schlucht in Tansania liegen und knien Louis und Mary Leakey, um nach Fossilien von Urmenschen zu graben. Erst finden sie dort den Nussknackermenschen und später den Homo habilis, den ersten Menschen. Dieser stellte bereits Steinwerkzeuge her.

Ein Nussknackermensch, Lucy und der erste Langstreckenläufer

Wie Forscher die Urgeschichte des Menschen enträtselten: Eine Chronik der wichtigsten Fossilfunde von 1959 bis 1999

21.
Jun.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
7 Minuten
Auf dem Bild ist ein CT-Scan der Zähne von Homo luzonensis zu sehen. An der anatomischen Beschaffenheit der Zähne erkennen Paläoanthropologen eine Kombination von Merkmalen, wie sie bei keiner anderen Menschenart vorkommt

Homo luzonensis - neue Menschenart entdeckt

Auf den Philippinen gruben Forscher die Knochen eines rätselhaften Urmenschen aus, der vor 67.000 Jahren lebte und wohl noch auf Bäume kletterte. Doch wer war dieser Zwerg und wie gehört er in die Verwandtschaft des Homo sapiens?

17.
May.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
3 Minuten
Zu sehen ist die Zeichnung vom Schädeldach des „Ur“-Neandertalers aus der Feldhofer Grotte, den Arbeiter im Jahr 1856 in einem Steinbruch bei Düsseldorf freilegten. Die filigrane schwarzweiße Illustration zeigt das Schädeldach mit den mächtigen Überaugenwülsten ein Mal von der Seite und ein Mal von vorne.

Von Neandertalern, Südaffen und Pekingmenschen

Wie Forscher die Urgeschichte des Menschen enträtselten: Eine Chronik der wichtigsten Fossilfunde von 1856 bis 1938

08.
May.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
4 Minuten
Zu sehen ist die im Nebel unscharfe, ausladende Krone eines Laubbaumes, der im Winter keine Blätter trägt. Lange Zeit galten Bäume als Symbole für die menschliche Abstammung, doch heute wissen die Forscher, dass die Evolution wohl eher einem Flussdelta ähnelt, bei dem sich Arme verzweigen, aber auch wieder vereinigen.

Unsere Ahnen – unsere Wurzeln

Der Stammbaum der Menschheit: Alle unsere Vorfahren und Ahnen auf einen Blick.

08.
May.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
2 Minuten
Blick auf die geheimnisvoll leuchtende Wand der Hohle Fels-Höhle in der Schwäbischen Alb. Hier fanden einst frühe Vertreter des Homo sapiens, aber auch andere Urmenschen ein Zuhause. Auf die Felswand projiziert sind die Schädelumrisse eines Homo sapiens und eines Homo erectus, die sich gegenseitig anschauen.

Der Weg zum Menschen

Neues von der Evolution des Homo sapiens: Weshalb die eigene Urgeschichte so faszinierend für uns ist

08.
May.
2019
Dr. Henning Engeln
Dr. Henning Engeln
1 Minute
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