Sollen wir die Erde künstlich kühlen?

Die Journalisten Anja Krieger und Christian Schwägerl im Gespräch über Geoengineering

Christian Schwägerl

31. März 2017

Der Frontalangriff von US-Präsident Donald Trump auf die amerikanische und die globale Klimapolitik wirft ein beängstigendes Szenario auf: Verliert die Menschheit den Wettlauf gegen den Klimawandel? Reicht die Zeit nicht dafür aus, auch nur die schlimmsten Effekte der vom Menschen verursachten Erderwärmung einzudämmen? Weil Trumps Kurs die internationalen Anstrengungen zum Klimaschutz auszubremsen droht, rückt nun wieder verstärkt die Frage nach einem Plan B ins Zentrum: Die Menschheit könnte sich mit Hilfe großtechnischer Maßnahmen Zeit kaufen und die Erde künstlich kühlen, zum Beispiel mit Aerosolen, die Sonnenlicht davon abhalten, zur Erde durchzudringen. Wissenschaftler der Harvard University haben erst vor wenigen Tagen angekündigt, mit entsprechenden Experimenten bald beginnen zu wollen.

Die Wissenschaftsjournalistin Anja Krieger hat sich in den vergangenen Wochen intensiv für einen Radiobeitrag mit dem sogenannten "Geoengineering" beschäftigt, ihr Kollege Christian Schwägerl für einen Artikel. In diesem 30-minütigen Riff-Audio sprechen sie darüber, was es bedeuten würde, wenn die Menschheit zum Mittel der künstlichen Kühlung greifen würde.

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Die freie Journalistin Anja Krieger berichtet für die Deutschlandradios und Printmedien. Sie beschäftigt sich intensiv mit Meeresthemen und war von August 2015 bis Mai 2016 als Knight Science Journalism Fellow am Massachusetts Institute of Technology in den USA. @anjakrieger

Christian Schwägerl arbeitet für Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, GEO und Yale E360 und hat Bücher zum Anthropozän, zu globalen Konfliktrisiken und zur Internetzukunft verfasst. @chrschwaegerl