Superstar Schleim: Warum ohne den Widerling gar nichts läuft

Schleim ist eklig, aber zugleich faszinierend – als Wegbegleiter des Lebens, als unsichtbarer Kitt in der Umwelt und als Requisite moderner Monster. Ein Loblied - von Susanne Wedlich

Roland Wedlich-Söldner

Ein Beitrag aus dem Projekt „Schleimwelten – Menschen, Monster und Mutter Natur"

An einem klaren Frühlingstag mache ich mich auf den Weg zum Hunterian Museum in Glasgow. Es ist das älteste öffentliche Museum Schottlands und ein wahres Kuriositätenkabinett. Hier finden sich Fossilien und römische Artefakte neben federbesetzten Prunkmänteln der neuseeländischen Maori. Ich bin aber weder wegen des historischen Gebäudes noch wegen der wundersamen Sammlung hier. Mir geht es um ein handgroßes Fläschchen aus Glas mit einem dicken Stöpsel und zwei vergilbten Etiketten, beide von Hand beschriftet. Es geht mir um ein altes Fläschchen mit Schleim. Aber von Anfang an.

Sind Katzen eigentlich flüssig oder fest? Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar, schließlich behalten Festkörper ihre Form, während sich Flüssigkeiten jedem Behältnis anpassen. Katzen sind also solide, aber eben nur so lange, bis sie extrem geschmeidig in eine winzige Kuhle zu fließen scheinen. Der Forscher Marc-Antoine Fardin ging der Klassifikation der Katze nach, weil sie sein eigenes Fachgebiet so schön anschaulich macht: Diese Disziplin heißt Rheologie und befasst sich mit dem Fließverhalten von Materie.

Für diese nicht ganz ernstgemeinte Studie erhielt der Franzose im Jahr 2017 den ebenfalls nicht ganz ernstgemeinten Ig-Nobelpreis für Physik. Und konnte so ein bisschen Werbung für sein Fachgebiet machen. Denn auch wenn Katzen nicht wirklich Gegenstand der Rheologie sind, gibt es doch Materie, die flüssig und fest zugleich ist, also Eigenschaften von Feststoffen und Flüssigkeiten vereint. Und in der Natur ist Schleim ihr vielleicht wichtigster Vertreter, selbst wenn er in seiner Komplexität und biologischen Bedeutung häufig noch unterschätzt wird.

Diese Missachtung hat vielleicht damit zu tun, dass Schleim als Material und Phänomen schwer greifbar und wenig sichtbar ist. Erschwerend kommt hinzu, dass er eine einzigartige Position in unserer Imagination besetzt –als extremer Ekel-Erreger. Warum also sollten wir uns für den Widerling interessieren? Weil er in in unzähligen Varianten mit einer Vielzahl wichtiger Funktionen auftritt, bevorzugt als Gleitmittel, als Klebstoff und als selektiv durchlässige Barriere. Oder auf den Punkt gebracht: Weil er uns und unsere Welt zusammenhält.

Die Festung Mensch besteht aus Schleim

Ein Beispiel ist der menschliche Organismus, den gleich vier verschiedene Schleimsysteme wie eine Festung mit Burggraben, Mauerwerk, Sicherheitsschleusen und Ritterrüstungen ausstatten. Erreger müssen diese Hürden mit List oder Brachialgewalt nehmen, während gutartige Mikroben als Pächter und Söldner Unterschupf finden. Es geht eben immer um die rechte Balance. Abweichungen aller Art sind gefährlich, ob nun ein Zuviel wie bei Asthma, ein Zuwenig wie bei chronischen Darmentzündungen oder ein defekter Aufbau wie bei Krebs.

Natürlich ist der Mensch nicht das einzige schleimbasierte Lebewesen. Es ist sogar eher unwahrscheinlich, dass irgendwelche Spezies ganz ohne das Material auskommen. Und warum sollten sie sich auch dieser wunderbaren Trickkiste berauben? Eine kleine Auswahl: Quallen nutzen Schleim als Strukturmaterial, Pflanzen setzen ihn zur Vermehrung ein, Frösche machen damit Beute, währen Schleimaale bei der Verteidigung auftrumpfen und Schnecken auf einer Schleimspur kriechen, die sich von Artgenossen auch als Sexinserat lesen lässt.

Auf diesem Foto kriecht eine Nacktschnecke vor unscharfem Hintergrund auf den Betrachter zu.
Schnecken kriechen auf einer Schleimspur, die sich von Artgenossen als Kontaktanzeige lesen lässt.
Noah Wedlich

Damit kein Zweifel aufkommt: Schleim gab´s wohl schon immer und gibt es auch heute noch fast überall. Das ist nur kaum bekannt, weil er sich je nach Organismus und Funktion hinter Pseudonymen wie Biofilm, Mesogloea und Mucilage versteckt. Es gibt viele Namen für dieses Material, das sich physikalisch aber durchaus auf einen Nenner bringen lässt. Biologische Schleime gehören zu den extrem wasserhaltigen und zähfließenden Hydrogelen, die unter bestimmten Umständen– Stichwort: komplexe Rheologie – auch Eigenschaften von Feststoffen zeigen können.

Steifes Wasser hält doch dicht

An sich ist Schleim nicht viel mehr als steifes Wasser. Trotzdem erfüllt er im Organismus ganz unterschiedliche Funktionen und passt sich sogar an den Bedarf an. So kontrolliert eine Schleimbarriere im weiblichen Körper den Zugang von Spermien, indem sie nur während der fruchtbaren Tage durchlässig ist. Diese Art von Flexibilität und Regulierbarkeit würde die Materialwissenschaft nur zu gern bei neuen Wundklebern, geschmeidigen Robotern und anderen Hydrogel-Anwendungen nachahmen, scheitert oft aber noch an den komplexen biologischen Vorbildern.

Auf diesem Foto ist ein Schleimaal zu sehen, der auf einer Handfläche liegt und von einer dichten Schleimhülle umgeben ist.
Hübsch ist der Schleimaal vielleicht nicht, aber sein einzigartig robuster Schleim hält sogar Haie ab und könnte uns Anregungen für Ökotextilien liefern.
Roland Wedlich-Söldner

Besonders schwer zu entschlüsseln sind die Biofilme. Das sind Metropolen mit ausgeklügelter Infrastruktur, die Mikroben aus Schleim errichten. Und auch als Schutzbunker nutzen: Haben sich Erreger in unserem Körper erfolgreich im Schleim verschanzt, können Wirkstoffe oft nicht mehr durchdringen. In den Mikroben finden wir also unsere Meister. Sie sind uns aber auch ein paar Milliarden Jahre in der Evolution voraus und haben in der Zeit alle Habitate erobert und passgenau für den eigenen Bedarf eingerichtet – auch mithilfe von Schleim.

Schleim war also schon immer ein Wegbegleiter des Lebens, sollte nach sogenannten Urzeugung aber noch mehr können: Vom alten Ägypten bis fast in unsere Zeit hielt sich die Vorstellung, dass niederes Getier von der Fliege bis zum Frosch spontan aus ihm entstehen kann. Der Schleim als Lebensquell erhielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann noch von unerwarteter Seite Auftrieb, als Charles Darwins Evolutionstheorie das Bild von der Natur als Gottes Werk überwarf. Und eine Lücke hinterließ: Wie sollte Leben ohne Schöpfer aus toter Materie entstanden sein? Die naheliegende Antwort: Mithilfe von Schleim natürlich.


Als Tiefsee-Forscher auf Schleimjagd gingen

Das behauptete zumindest der prominente deutsche Evolutionsbiologe Ernst Haeckel. Seiner Ansicht nach war der Meeresboden von einem Urschleim bedeckt, dem das allererste Leben entsprang und von dem auch weitere Arten abstammten. So überzeugt war Haeckel, dass er einen Stammbaum des Lebens entwarf, der den Menschen in der Krone trug und auf dem Urschleim sowie ähnlich einfachen Organismen wurzelte. Wie aber den Beweis für diese Theorie antreten? Mit dem Fangnetz vom Ruderboot aus ließ sich der Urschleim natürlich nicht einfangen.

Haeckels großes Glück war es, in einer Zeit zu leben, in der die Tiefsee für die Verlegung unterseeischer Telegrafenkabel erstmals technisch erschlossen wurde. In Bodenproben aus dem Atlantik zeigte sich denn prompt eine gelatinöse Masse, die zum Urschleim ernannt und Bathybius haeckelii getauft wurde. Haeckels Riesenpech war es, in einer Zeit zu leben, in der die Ozeanografie mit einer langjährigen Expedition der HMS Challenger begründet wurde. Hier sollte auch dem Urschleim nachgespürt werden, der sich dabei aber als Artefakt und Irrtum entpuppte.

Ernst Haeckel glaubte in einer Tiefseeprobe einen Urschleim mit den Resten seiner letzten Mahlzeit zu erkennen, was er der Zeichnung einer amorphen Masse mit eingelagerten Kalkstückchen festhielt.
In einer Tiefseeprobe glaubte der Evolutionsbiologe Ernst Haeckel einen Urschleim mit den kalkigen Resten seiner letzten Mahlzeit zu erkennen.
Ernst Haeckel, 1870

Rund 140 Jahre später bin ich in Glasgow auf der Suche nach ebenjenem Fundstück, das den Urschleim widerlegte. Am 4. März 1876 holte die Crew der HMS Challenger eine Probe vom Boden des Südatlantiks hoch, die zur allgemeinen Überraschung nur Seewasser enthielt. Erst als die Probe nach Vorschrift mit reichlich Alkohol konserviert worden war, zeigte sich die altbekannte Gallerte im Glasgefäß. Es handelte sich um eine mineralische Ausfällung als Reaktion des Meerwassers mit dem Alkohol. Die kurze Ära des Urschleims war vorbei und auch ich scheine Jagd auf ein Phantom zu machen. Zumindest kann ich die Challenger-Probe nicht ausfindig machen, obwohl ich alle Vitrinen im Hunterian mehrfach ablaufe.  

Dem Urschleim war also nur ein kurzes Leben gegönnt. Andere Arbeiten des Naturforschers Haeckel lebten aber lange weiter. Dabei half, dass er als begnadeter Künstler Tiere aller Art, vor allem aber Quallen und andere marine Lebewesen verewigte. Seine idealisierten "Kunstformen der Natur" brachten einer breiten Öffentlichkeit die bis dahin fast unbekannte Unterwasserwelt näher. Und weckten großes Interesse: Gekrönte Häupter wie der japanische Kaiser gingen selbst mit wissenschaftlicher Ambition auf Quallenjagd, während der Jugendstil bei den graziösen Silhouetten gallertiger Meerestiere Anleihen nahm.

Auf diesem Foto ist eine Wurzelmundqualle im Meer zu sehen.
Dank Ernst Haeckels populären Darstellungen wuchs das Interesse an gallertigem Meeresgetier in der Öffentlichkeit.
Roland Wedlich-Söldner

Einflussreich war auch Haeckels Beschreibung einfachster Organismen, die nicht mehr als Schleimtröpfchen oder Protoplasma sein sollten. So wurde die Substanz im Zellinneren genannt, die nach Haeckel weit mehr als reines Füllmaterial war. Das Protoplasma sollte Zellen Leben verleihen und Signale aus der Umwelt empfangen können. In dieser aufregenden Zeit sahen sich die Menschen ohnehin von unsichtbaren Vibrationen umgeben und durchdrungen. Diese Vorstellung beruhte auf der Idee vom Äther, einem mysteriösen Medium, das angeblich den ganzen Raum durchspannte und Energie, Licht und Schall übertragen sollte.

Was aber machten diese unsichtbaren Vibrationen mit dem Menschen? Laut Haeckel prägten sich die Schwingungen – ähnlich wie bei einer Schallplatte – dauerhaft in das Protoplasma ein. Diese Idee zündete zumindest vorübergehend, weil sie eine elegante Antwort auf die offene Frage der Vererbung bot. Bislang konnte nicht überzeugend erklärt werden, wie Merkmale an Nachkommen weitergegeben werden. Warum also nicht in Form der individuellen Vibrationsmuster, die die beiden Elternteile in ihrer eigenen Lebenszeit erworben hatten?

Als Landschaft zur tödlichen Slimescape mutierte

Die ätherischen Vibrationen waren nicht fassbar und damit frei für jede Interpretation. Eine davon besagte, dass auch Verstorbene in quasi unsterblicher Form im Raum gefangen sein könnten. Das Jenseits hatte kurz Hochkonjunktur und natürlich spielte auch auf dieser Bühne Schleim eine tragende Rolle. Dann quoll übersinnlich begabten Medien, die für verzweifelte Hinterbliebene den Kontakt zu Verstorbenen suchten, schon mal Protoplasma – wissenschaftlich oder zumindest okkult korrekt: Ektoplasma – aus diversen Körperöffnungen. Das konnte man sehen! Und fotografieren!

Der Erste Weltkrieg setzte dann vielen proto- und ektoplasmatischen Höhenflügen ein Ende. Jetzt mussten sich Soldaten in Schützengräben und auf Gewaltmärschen einer real existierenden Slimescape stellen. Das war eine tödliche Albtraumlandschaft aus Schlamm und Schleim, vermischt mit Leichenteilen, menschlichen Ausscheidungen und Metallsplittern. Das war auch die klebrige Angst, die den Soldaten langsam in Kopf und Glieder kroch. Es war eine Welt der harten und verhärteten Männer ohne Platz für vermeintlich Weiches, Weibliches und Nachgiebiges.

Schleim als Ausdruck für fehlende Stärke: Dieses Image wirkt bis heute nach, obwohl wir ohne Schleim unserer Umwelt schutzlos ausgeliefert wären und nicht überleben könnten. Das lässt sich aber leicht ignorieren, weil er sich bei uns Landtieren fast ganz ins Körperinnere zurückgezogen hat. Macht sich unser Schleim doch einmal bemerkbar, geht es um Peinlichkeiten wie Sex, um Krankheiten und andere Schwächen oder um den Tod – unsere größte Angst. Kein Wunder, dass wir Schleim lieber an den Rand unserer Wahrnehmung drängen und nur wohldosiert in unsere hypersterile Welt lassen.

Warum Grusel ohne Geifer gar nicht geht

Dann ist Schleim freilich der große Auftritt als ekliges Markenzeichen fiktiver Monster sicher. Seine schillernde Schleimspur zieht sich durch die ganze Popkultur. Das gilt für all die Aliens, Blobs und grünlich triefenden Klasse-Fünf-Dunste in den Ghostbusters auf der Leinwand. Das gilt für die Monstrositäten in Gruselcomics. Das gilt aber auch für die abartigen Gestalten in den Werken von Horror-Autoren wie H.P. Lovecraft, der uns den Cthulhu-Mythos hinterlassen hat. Es scheint, dass moderne Monster uns das Gruseln nur mehr mithilfe von Geifer lehren können.

Dieser Tunnelblick greift aber zu kurz bei einer Substanz, die nicht nur uns zusammenhält, sondern auch eine ökologische Stellschraube ist. Denn Mikroben und viele andere Organismen produzieren genug Schleim, um ganze Lebensräume damit zu prägen. Das gilt vor allem für die großflächigen Interfaces zwischen Wasser, Land und Luft. Schleim ist das Material dieser Grenzflächen, auch wenn er in den meisten Fällen nicht einfach aufzuspüren ist. Genau das ist aber dringend nötig, weil selbst winzige Veränderungen in diesem Gefüge - hochgerechnet auf den Planeten - dramatische Konsequenzen haben könnten.

Habitate ohne Schleim sind eher die Ausnahme und erstaunlicherweise hängen selbst extrem wasserarme Gegenden von seinen Funktionen ab. So sind Wüsten und Trockengebiete von hochspezialisierten Lebensgemeinschaften aus Mikroben und Kleinstlebewesen besiedelt. Diese sogenannten biologischen Bodenkrusten verankern sich mit Schleim, der für sie auch das wenige Wasser etwa nach seltenen Regenfällen speichert. Ökologisch ist er so wichtig, weil er gewissermaßen als Nebeneffekt den empfindlichen Untergrund vor Erosion schützt.

Auf diesem Foto sind Füße zu sehen, die zur Hälfte in den nachgiebigen und schlammigen Boden am Meer eingesunken sind.
Ob Schlick, Schlamm oder Watt. Klebriger Schleim im Untergrund macht den Fußmarsch zur Kraftanstrengung.
Roland Wedlich-Söldner

Im Meer wiederum spielt Schleim fast überall eine Rolle. Er ist der stabilisierende Kitt an Küsten und in Sedimenten. Er ist aber auch ein Schlüsselfaktor bei der klimafreundlichen Funktion der Ozeane als Kohlenstoffspeicher. Die Klimakatastrophe gefährdet nun diese Balance und könnte Schleim sogar zu einem Gewinner der Krise machen. Dann würde er sich wie bei einem menschengemachten Rückschritt in die frühe Evolution weiter ausbreiten, wenn in manchen Lebensräumen mit stark reduzierter Biodiversität nur mehr Algenblüten, Mikrobenmatten und Quallenschwärme dominieren.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: Warum sollten wir uns für den Widerling Schleim interessieren? Wegen seiner langen und doch verkannten Geschichte als Wegbegleiter des Lebens. Wegen seiner überragenden Bedeutung für diesen und vielleicht auch andere bewohnte Planeten. Wegen seiner essenziellen Rolle in unserem und jeden anderen Organismus. Wegen der glitschigen Spur, die er in Kunst und Kultur hinterlassen hat. Wegen seiner unfairen Demontage vom Lebensspender zum Ekel-Erreger. Oder vielleicht auch einfach nur, weil er so verdammt faszinierend ist.

Das dickwandige Glasfläschchen mit Stöpsel scheint nur mit klarem Wasser gefüllt. Es ist ein handbeschriebenes und stark vergilbtes Etikett zu sehen.
Diese Probe der HMS Challenger, jetzt im Hunterian Museum in Glasgow, widerlegte die Theorie vom Urschleim.
Roland Wedlich-Söldner

Urschleim? Davon habe sie noch nie gehört, sagt mir eine Mitarbeiterin im Museum, die noch zwei Kollegen rekrutiert, denen der Urschleim ebenfalls unbekannt ist. Nach langer Suche überbringen sie mir die frohe Botschaft, es seien mehrere Fläschchen mit historischem Schlick gesichtet worden, vielleicht befinde sich ja mein Schleim darunter. In einer Glasvitrine findet sich tatsächlich das Fläschchen der Challenger-Expedition, allerdings so weit oben angebracht, dass ich es übersehen habe. Die gelatinöse Masse hat sich längst zerlegt, das Gefäß scheint mit Wasser gefüllt. Nur am Boden schimmert eine zarte weiße Schicht. Das passt zum Urschleim, der keiner ist und auch nie war. Das passt aber auch zum echten Schleim, der so leicht zu übersehen ist, obwohl er uns und unsere Welt zusammenhält.

***

Der Text ist eine gekürzte und veränderte Version der Einleitung von Das Buch vom Schleim (Matthes & Seitz, 2019)

Ihnen hat dieser Text gefallen? Sie können meine Arbeit als freiberufliche Wissenschaftsjournalistin mit einer RiffReporter-Flatrate oder rechts unten auf dieser Seite unterstützen.

Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
SchleimWelten