Luxemboug Jazz Meeting

9.11. bis 11.11.2018

Luxemburg/L, Abtei Neumünster

Das Großherzogtum Luxemburg ist klein, gerade einmal 600.000 Menschen leben in diesem Land. Seit einigen Jahren gibt es vielleicht eine Handvoll jüngerer Jazzmusiker, die den Ruf Luxemburgs als einen spannenden und interessanten Jazzlands, über die Grenzen hinaustragen: mit dem Luxembourg Jazz Meeting, gepusht, finanziell gefördert und organisiert durch das luxemburgische Musikexportbüro Music:LX.

Alle zwei Jahre trifft sich diese Szene zur Werkschau des luxemburgischen Jazz im Kulturzentrum Neumünster, einer früheren Abtei und späteren Zuchthauses im Stadtteil Grund am Ufer der Alzette. Dort zeigte sich, dass viele der luxemburgischen Musiker die repetitiven Patterns des Techno und der Minimal Music als ein zentrales stilistisches Merkmal nutzen – etwa das Jazz-Piano-Trio Reis-Demuth-Wiltgen, das damit die ausdrucksstarke Emotionalität seiner Improvisationsmusik noch zu steigern wusste, oder das Trio Klein um den Schlagzeuger Jerome Klein einen fulminanten elektro-akustischen Set mit allerlei digitalen und analogen Spielereien bot. Das Tranceartige trieb der junge Pianist Michel Reis mit seinem Japan Quartet dann noch auf die Spitze und setzte auf die Patterns noch den expressiven Cry des Free Jazz oben drauf.

Doch es gab auch Schatten beim Luxembourg Jazz Meeting im Kulturzentrum Neumünster. Pol Belardi’s Urban 5 beispielsweise bot recht simplen Pop-Jazz, das Jazz-Piano-Trio Dock In Absolute um den Pianisten Jean Philippe Koch blieb im Quasi-Klassischen hängen und der Pole Krzystof Kobylinski brachte als „Friend“ in seinem unbegleiteten Klavier-Soloprogramm biedere Hausmannskost auf den Tisch.

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Sie haben eine Konzert- oder Festival-Besprechung in „RIFFS UND ZEICHEN. Texte zu Jazz und anderer Musik“ gelesen. Mehr über das Webportal der beiden Musikjournalisten Stefan Hentz und Martin Laurentius (und RiffReporter) erfahren Sie in „About us: RIFFS UND ZEICHEN“ – und auch darüber, dass Hentz und Laurentius ihre Texte nach einer Anlaufphase (bis voraussichtlich Sommer), während der ihre Artikel kostenfrei zu lesen sind, dann gegen Bezahlung anbieten.

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