Von Äpfeln, Birnen und unfairen Vergleichen

Was wir aus Beobachtungsstudien lernen können – und was nicht

Endlich mal eine Studie mit einer Kontrollgruppe - darauf kannst du dich jetzt doch wirklich mal verlassen, oder? Leider ist es wie immer nicht ganz so einfach...

iStock.com/gyasemin Auf blauem Hintergrund liegen viele Puzzle-Teile.

Rotwein schützt das Herz. Brokkoli verhindert Krebs. Und Kaffee verlängert das Leben. Oder doch nicht?

Vielleicht kennst du das auch: Je häufiger du in die Zeitung schaust, desto mehr widersprüchliche Studienergebnisse findest du. Letzte Woche noch sollen Rotwein, Brokkoli und Kaffee total gesund gewesen sein – und heute schon heimliche Killer. Wenn du dich von Berichten über Ernährungsstudien veralbert fühlst, bist du nicht allein.

Ein Grund für „heute so, morgen so“: Nicht selten beruhen solche Schlagzeilen auf Tier- oder Laborexperimenten, die keinerlei Rückschlüsse auf die Situation beim Menschen erlauben [1]. Aber – wenn du Glück hast – wurden für die neueste Studie tatsächlich Menschen untersucht. Vielleicht sogar mehrere tausend Menschen über viele Jahre. Und es sind nicht nur Erfahrungswerte, sondern es gibt einen echten Vergleich, sprich eine Kontrollgruppe.  

Und die, die mehr Rotwein tranken, bekamen seltener einen Herzinfarkt. Aber da gibt es doch auch eine Studie, in der die Rotweintrinker früher starben. Welche von diesen Studien stimmt denn jetzt?

Du ahnst es sicher schon: Auch kontrollierte Studien sind keine Garantie, dass wir nicht doch aufs Glatteis geführt werden. Aber woran liegt das?

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Iris Hinneburg

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